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Ratgeber-Update

Desinfektionsmittel selber machen: So einfach geht's!

Desinfektionsmittel selber machen, wenn das Coronavirus für leere Regale in Drogerien und Supermärkten sorgt - wir sagen, wie es funktioniert.

Desinfektionsmittel kann man auch selbst herstellen
Foto: istock / ThamKC

Desinfektionsmittel selber machen

Das Coronavirus geht um und mit ihm die Angst, sich mit dem Erreger zu infizieren. Entsprechend leer gefegt sind die Regale von Drogerien und Supermärkten. Ganz besonders nachgefragt und eben fast überall ausverkauft: Desinfektionsmittel!

Dabei genügt es laut Experten, sich die Hände gründlich mit Wasser und Seife zu waschen. Denn: 80 Prozent aller Bakterien werden über unsere Hände übertragen und das Waschen reicht vollkommen aus, um die Bakterien loszuwerden. Ein Desinfektionsmittel sei überflüssig!

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Desinfektionsmittel: Rezept der WHO

Und trotzdem: Wenn du kein Sterillium mehr ergattern konntest, besteht die Möglichkeit, es selber herzustellen.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat ein Rezept veröffentlicht. Es gilt für einen Liter. Um das Handdesinfektionsmittel herzustellen, brauchst du folgende Zutaten, die du in der Apotheke bekommst:

  • 830 ml Ethanol (96 %)

  • 45 ml Wasserstoffperoxid (3 %)

  • 15 ml Glycerin (98 %) 

  • 110 ml abgekochtes Wasser

Vermische alles in einem verschließbaren Behälter und schüttel diesen kräftig durch. Jetzt kannst du das selbst hergestellte Desinfektionsmittel benutzen. Achtung: Es gilt, Augenkontakt zu vermeiden und es für Kinder unzugänglich aufzubewahren.

Das Händedesinfektionsmittel im Porträt

Ein Händedesinfektionsmittel wird gemeinhin als HDM) abgekürzt und meint eine Flüssigkeit, mit dem die Hände über einen bestimmten Zeitraum eingerieben werden, um dort befindliche Keimbesiedelung (Bakterien, Pilze, Viren) abzutöten. Diese Mittel kommen vor allem in Arztpraxen, Krankenhäusern und Pflegeheimen zum Einsatz.

Der KuK-Mediziner Ignaz Semmelweis setzte Mitte des 19. Jahrhunderts als erster erfolgreich das Desinfektionsmittel Chlorkalk ein, um das grassierende Kindsbettfieber mit erhöhter Hygiene in Krankenhäusern zu bekämpfen. Tatsächlich ging die Sterblichkeit signifikant zurück.

Heute sind Händesinfektionsmittel neben Apotheken auch in Drogerien zu bekommen - oder man stellt sie kurzerhand selbst her, wie oben beschrieben.