Falsches Weltbild Der Mythos vom umweltbewussten Ureinwohner

Tobias | Männersache 30.04.2018
Nordamerikanische indigene Familie
© iStock/ilbusca

Es heißt, dass der moderne Mensch die Natur zerstört, während indigene Völker im Einklang mit ihr leb(t)en. Das ist so nicht immer richtig.

Besonders am amerikanischen Kontinent kann man sehen, welche Zerstörung der "weiße Mann" über das Land brachte. Urwälder wurden gerodet, Flüsse vergiftet und ganze Spezies an den Rand ihrer Existenz gedrängt.

Die Ureinwohner hingegen, die fälschlicherweise Indianer genannt und in Reservate gepfercht wurden,  lebten im Einklang mit der Natur. Das ist die Wahrnehmung, die sich im kollektiven Gedächtnis eingebrannt hat.  Der brasilianische Umweltjournalist Marcos SÃ Correia sagte laut web.de: "[Das] ist ein romantischer Mythos (…) er hält sich, weil er einfach so schön ist.

Um ihn aufrechtzuerhalten, will man einfach bestimmte Fakten nicht zur Kenntnis nehmen." Dabei klingt es eigentlich logisch. Auch indigene Völker sind Menschen und somit in der Lage, falsche Entscheidungen zu treffen.

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Das bestätigt auch Fabio Olmos, Doktor der Biologie. Laut Olmos sind polynesische Völker für das Aussterben von mindestens 2.000 Vogelarten verantwortlich und in Nordamerika trieben Indianerstämme ganze Büffelherden über Felsklippen. Dies widerspreche einer umweltverträglichen Lebensweise.

Aber auch an der Landschaft betrieben indigene Völker Raubbau, wie der Naturbiologe Jared Diamond von der University of California aufzeigt. So rodeten die Anasazi Indianer Wälder und legten Kanalsysteme an, die das Land unbewohnbar machten.  Letztendlich mussten die Ansazi ihre Siedlungen aufgeben.

Es bleibt festzuhalten, dass es nicht DIE indigenen Völker, sondern viele verschiedene gibt und das die Zerstörung der Umwelt durch den modernen Menschen Ausmaße angenommen hat, zu denen indigene Völker niemals in der Lage gewesen wären. Dass Urvölker aber gänzlich im Einklang mit der Natur leb(t)en, entspricht leider nicht der Wahrheit.

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