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Der blanke Hass: Corona-Leugner mit widerlichen Drohmails an Söder

Natürlich sind die Zeiten schwierig. Für uns alle. Aber einige Mitbürger scheinen gerade komplett die Fassung zu verlieren. Markus Söder zitiert die schlimmsten Ausfälle.

Markus Söder
Markus Söder Foto: Getty Images / Christof Stache

Notwendige Maßnahmen

Er ist Ministerpräsident und hat als solcher gerade die Pandemiebeschränkungen für sein Bundesland verschärft. Im Prinzip reagiert er damit nur auf die partielle Disziplinlosigkeit in Bayern.

Das aber kommt bei vielen Mitwutbürgern gar nicht gut an. Und während einige von den Corona-Maßnahmen Betroffene nur die Faust in der Tasche ballen, machen sich andere zumindest verbal extrem Luft. Mit einer Wortwahl, wie man sie in unserem zivilisierten Land kaum für möglich gehalten hätte.

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Söder appelliert an die Vernunft

Zwischen Fake News, Hetzbotschaften, die auch immer häufiger rassistische und antisemitische Inhalte transportieren, appelliert Söder an die Vernunft und Besonnenheit seiner Bürger – zunehmend erfolglos. Er sagt:

"Wir müssen aufhören zuzulassen, dass in Deutschland Fake News verbreitet werden. […] Wir spüren die Skepsis, ja. Aber wir spüren auch, mit welchem Hass und welcher Hetze da gearbeitet wird, übrigens mit zunehmend antisemitischer und rassistischer Gesinnung."

Zitate aus Hass-Mails

Und dann wird er konkret und zitiert aus Mails, die er bekommen hat. Beispiel 1:

„Ihr seid gewählt und könnt nichts, gar nichts, außer Kinder zu schänden, das Volk, das euch Missgeburten gewählt hat, zu belügen, euren krankhaften perfiden Machterhaltungstrieb am Volk auszuüben. Ihr sollt die Schlinge fühlen um euern Hals, immer enger und enger werdend. Ihr seid der perverseste Abschaum, der je existiert hat.“
Unbekannter E-Mail-Schreiber

Das ist schon erschütternd, aber es geht noch widerlicher. Beispiel 2:

„Oh, wie ist das schön, Auschwitz und Dachau wiederzusehen. Zyklon B ist euer Freund. Alles in die Dusche rein. Als letztes ganz geschwind, hüpft in die Dusche rein, unser tapferes Söderlein.“
Unbekannter E-Mail-Schreiber

Davon abgesehen, dass die Reimstruktur aufgrund der rhetorischen Unfähigkeit ihres Verfassers extrem holprig daherkommt, verschlägt einem der Inhalt schlichtweg den Atem.

Die Frage, die es zu stellen gilt, lautet: Woher kommt dieser Hass, diese Verachtung? Was sind das für Personen, die glauben, Mails mit solchem Inhalt verschicken zu müssen?

Problem wird bestehen bleiben

Dieses Problem wird traurigerweise sicherlich auch noch nach Abklingen der Pandemie bestehen bleiben. Die Hasszerfressenen dieser Republik werden dann wahrscheinlich wieder leiser werden, aber nicht verschwinden.

Im Prizip bricht jetzt wohl nur verstärkt hervor, was ohnehin schon seit Langem unterschwellig vorhanden gewesen ist.

Was tun gegen den Hass?

Was können wir alle als Staat also tun, um derartige Mitbürger wieder einzufangen und sie nach ihrer Totalentgleisung wieder auf die Schienen zu setzen?

Eine Aufgabenstellung, die uns allen – auch nach Corona – erhalten bleiben wird.