England Demenzkranke von Pflegerin geschlagen – Tochter muss hilflos zusehen

Redaktion Männersache 26.01.2018
Demenzkranke von Pflegerin geschlagen – Tochter muss hilflos zusehen
© Gina Owen/ Unilad

Gina Owen war geschockt, als sie die Videoaufnahmen sah: Ihre 78 Jahre alte und an Demenz erkrankte Mutter wurde von ihrer Pflegerin geschlagen und lauthals angeschrien.

Im englischen Kettering war Gina Owen gerade auf der Arbeit, als sie kurz auf ihr Handy schaute, um zu sehen, wie es ihrer kranken Mutter zu Hause geht: Gina hatte versteckte Kameras in der Wohnung installiert. So konnte sie mit ihrem Telefon Live-Bilder aus der Wohnung empfangen.

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Was die Tochter sah, machte sie wütend.

Die 46-jährige Pflegerin der Mutter schrie diese an, schlug sie und riss ihr die Decke mit Gewalt von den Beinen.

"Ich habe den Angriff live von der Arbeit aus auf meinem Handy verfolgt. Ich war wütend. Es war einfach schrecklich", erinnert sich Gina Owen.

Gina reagierte sofort und feuerte die Pflegerin. Gesetzlich wurde die Misshandlung aber nicht geahndet: Die 46-Jährige kam lediglich mit einer Verwarnung davon.

"Wenn ich [die Plegerin] an diesem Tag geschlagen hätte, wäre ich viel härter bestraft worden. [Die Pflegerin] hätte niemals mit einer Verwarnung davonkommen können."

Gina und ihre Schwester Mandy passten abends und am Wochenende immer auf ihre Mutter auf, nachdem ihr Mann im August 2015 verstorben ist. Tagsüber aber brauchten sie Hilfe, weil sie berufstätig sind.

Die versteckten Kameras hat Gina montieren lassen, als sich der Gesundheitszustand ihrer Mutter verschlechterte und sie den Verdacht hegte, dass diese geschlagen wird. Ein Verdacht, der sich leider bewahrheitete.

Die Pflege von alten und kranken Menschen ist ein Fulltime-Job – und äußerst anspruchsvoll. In Deutschland gibt es wesentlich mehr Pflegebedürftige als Pfleger. Deswegen greifen viele Kinder auf Frauen aus Osteuropa zurück, die sich um ihre Eltern privat zu Hause kümmern. Bis zu 300.000 solcher Arbeiterinnen sind bei uns tätig und bekommen für ihren 24-Stunden-Job oft nur 900 Euro monatlich, schreibt die Zeit.

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