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Film-Update

Das Schweigen der Lämmer: 10 verrückte Fakten zum Kultstreifen

Das Schweigen der Lämmer versetzte die Kinogänger im Jahr 1991 in Angst und Schrecken. Hier sind zehn verrückte Fakten zu dem Kultstreifen.

Szene aus Das Schweigen der Lämmer
Szene aus Das Schweigen der Lämmer imago images / United Archives

Das Schweigen der Lämmer: 10 verrückte Fakten zum Kultstreifen

Der faszinierende, aber zeitgleich auch so irre Kannibale Dr. Hannibal Lecter wurde im Schweigen der Lämmer von Anthony Hopkins so überzeugend gespielt, dass sich FBI-Agentin Clarice Starling noch auf der anderen Seite der zentimeterdicken Plexiglasscheibe seiner Gefängniszelle unsicher fühlt.

Selbst bis in den Kinosaal reicht das Unbehagen. Und das ist gut so, denn dafür hat man an der Kinokasse gezahlt. Jodie Foster und Anthony Hopkins spielen sich gekonnt die Bälle hin und her, dass selbst andere Filmgrößen wie Scott Glenn neben ihnen verblassen. Das Schweigen der Lämmer ist großes Kino.

Das Schweigen der Lämmer: Jonathan Demme

Robert Jonathan Demme wurde am 22. Februar 1944 Baldwin auf Long Island, New York geboren. In seiner Studentenzeit ist er bereits mit dem Zelluloidvirus infiziert, wird Fimkritiker in der College-Zeitung seiner Uni.

Nach seiner Ausbilung dreht er zunächst Werbefilme, trifft auf B-Movie-Regisseur Roger Corman. Dann beginnt er Filme zu drehen, zunächst kleinere Projekt, bis dann Orion an ihn herantritt und ihm die Verfilmung der Harris-Romanvorlage zu Das Schweigen der Lämmer anbietet.

Der Film wird ein Welterfolg, ist für sieben Oscars nominiert, von denen er fünf gewinnt. Weitere bekannte Filme von Demme sind Philadelphia (1993) mit Tom Hanks und Der Mandchurian-Kandidat (2004). Jonathan Demme stirbt am 26.April 2017 in Manhattan, New York.

Jonathan Demme
Jonathan Demme Getty Images / Donna Ward

Das Schweigen der Lämmer: Hinter den Kulissen

  1. Jame "Buffalo Bill" Gumb, der Serienmörder, gegen den Clarice ermittelt, als sie die Hilfe von Hannibal Lecter in Anspruch nimmt, ist eine Mischung aus drei Serienmördern aus dem wirklichen Leben: Ted Bundy, der Frauen in einen Lieferwagen lockte; Ed Gein, der seine Opfer gehäutet hat; und Gary Heidnick, der Frauen entführte und in einer Grube in seinem Keller gefangen hielt. Wenn Buffalo Bill also besonders schrecklich ist, dann deshalb, weil er nicht nur ein Serienmörder ist – er ist drei in einem.

  2. Als sie sich auf die Rolle der Clarice Starling in Das Schweigen der Lämmer vorbereitete, arbeitete Jodie Foster mit einer echten FBI-Agentin namens Mary Ann Krause zusammen. Das half Foster, sich in die Denkweise einer weiblichen Agentin hineinzuversetzen und die Frau, die sie in dem Film darstellt, genau zu porträtieren. Krause gab Foster Ideen mit auf den Weg, von denen einige in den Film einflossen. Zum Beispiel war es Krauses Idee, dass Clarice weinend zusammenbricht, während sie neben ihrem Auto steht. Krause erklärte, dass die Arbeit des FBI manchmal so intensiv und überwältigend sein kann, dass es wichtig ist, ab und zu den eigenen Gefühlen freien Lauf zu lassen.

  1. Als die Verfilmung von Das Schweigen der Lämmer näherrückte, setzte sich Jodie Foster hartnäckig für die Rolle der Clarice Starling ein. Und Drehbuchautor Ted Tally schrieb die Rolle mit Foster im Hinterkopf, weil er ebenfalls der Meinung war, dass sie perfekt dafür wäre. Regisseur Jonathan Demme sah das jedoch zunächst nicht so. Seine erste Wahl für die Rolle der Clarice war Michelle Pfeiffer. Foster wurde erst in Erwägung gezogen, als Pfeiffer einen Gehaltsscheck von zwei Millionen Dollar verlangte, dem das Studio nicht zustimmen wollte.

  2. Scott Glenn, der in dem Film den leitenden FBI-Agenten Jack Crawford spielt, nahm seine Recherchen für Das Schweigen der Lämmer sehr ernst. Im Zuge seiner Vorbereitung erhielt Glenn Kassetten zum Anhören, auf denen zwei Männer ein 16 Jahre altes Mädchen vergewaltigten und folterten, was dazu führte, dass er weinend aus dem Raum rannte. Diese Erfahrung veranlasste Glenn, seine ehemals liberale Haltung zur Todesstrafe zu ändern.

  1. Die Chemie, die Hopkins und Foster in ihren vier Szenen als Dr. Hannibal Lecter bzw. Clarice Starling teilten, war so stark, dass ihre Beziehung den Film definiert hat. Als Clarice zum ersten Mal Dr. Lecter trifft, macht er sich über ihren Südstaatenakzent lustig, und gleich danach sieht Jody Foster ernsthaft beleidigt aus. Weil sie es auch tatsächlich war. Hopkins improvisierte die Verhöhnung von Fosters Akzent, so dass sie darauf unvorbereitet war und es als persönlichen Angriff sah. Sie blieb jedoch für den Rest der Szene in ihrer Rolle und bedankte sich später bei Hopkins dafür, dass er eine authentische Darstellung aus ihr herausgekitzelt hatte.

  2. Als Anthony Hopkins' Agent ihn in London anrief, um ihm mitzuteilen, dass er ihm ein Drehbuch mit dem Titel "Das Schweigen der Lämmer" schicke, dachte Hopkins zunächst, dass es um einen Kinderfilm ginge.

  1. Das Schweigen der Lämmer wurde durch die reale Beziehung zwischen dem Kriminologie-Professor und Profiler der Universität von Washington, Robert Keppel, und dem Serienmörder Ted Bundy inspiriert. Bundy half Keppel bei der Untersuchung der Green-River-Serienmorde in Washington. Bundy wurde am 24. Januar 1989 hingerichtet. Die Green-River-Morde wurden schließlich 2001 aufgeklärt, als man Gary Ridgway verhaftete. Am 5. November 2003 bekannte sich Ridgway in einem Gerichtssaal in Seattle in 48 Anklagepunkten des schweren Mordes ersten Grades für schuldig.

  2. Nachdem Lecter aus Baltimore verlegt worden war, sollte er eigentlich einen gelben oder orangefarbenen Overall tragen. Anthony Hopkins überzeugte Jonathan Demme und die Kostümbildnerin Colleen Atwood, dass die Figur klinischer und beunruhigender wirken würde, wenn er in reines Weiß gekleidet wäre. Hopkins sagt, er habe die Idee durch seine Angst vor Zahnärzten entwickelt.

  1. Als Clarice Dr. Hannibal Lecter in seiner neuen Einrichtung besucht, besteht Lecter darauf, dass sie ihm als Teil der Vereinbarung weiterhin von ihrer Kindheit erzählt. So setzt sie widerwillig die Geschichte über ihre Flucht fort. Mitten in ihrem intensiven Monolog, an der Stelle wo sie "Ich dachte, wenn ich nur eins retten könnte..." sagt, hört man im Hintergrund ein nicht eingeplantes Geräusch. Ein Mitglied des Filmteams hatte einen Schraubenschlüssel fallengelassen. Regisseur Jonathan Demme geriet in Panik und dachte, das würde die Szene komplett ruinieren. Foster blieb jedoch in der Rolle und setzte die Geschichte fort, was Demme schließlich überzeugte, das Filmmaterial zu behalten. Nachdem "Schnitt" gerufen wurde, drehte Foster ihren Kopf zur Crew und schrie: "Was zum Teufel war das?!"

  2. Der erste Mottenkokon, der im Film in der Kehle eines Opfers steckt, wurde aus einer Kombination aus Tootsie Rolls und Gummibärchen hergestellt, so dass er essbar wäre, wenn er verschluckt würde.

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