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Superlative

Das schnellste Tier der Welt

Tier ist nicht gleich Tier, das ist klar. Es gibt sie im Wasser, an Land und in der Luft, und so muss auch die Frage nach dem schnellsten Tier zunächst differenziert betrachten und nach dem jeweiligen Medium aufgebrochen werden.

Die schnellsten Tiere der Welt
Die schnellsten Tiere der Welt iStock/Frank Hildebrand/Kandfoto/reisegraf (Collage Männersache)

Zusätzlich gibt es Rekorde, die sich an der Geschwindigkeit des Tiers in Relation zu seiner Körpergröße orientieren. Und es lohnt sich ebenfalls, auf die verschiedenen Tierklassen einzugehen, also Reptilien, Amphibien, Insekten, Fische, Vögel und Säugetiere.

Damit es nicht zu einfach wird, kann man natürlich auch noch nach der Klasse in Beziehung aufs Medium unterscheiden, also zum Beispiel Fische im Wasser und Säugetiere im Wasser.

Aber keine Bange: Bevor jetzt hier 200 verschiedene Rekordhalter ausgelobt werden, beschränken wir uns doch lieber auf die spektakulärsten Rekordhalter.

Am Ende steht natürlich trotzdem ein Sieger fest, das absolut schnellste aller Tiere. Auf geht’s.

Beginnen wir zunächst im Wasser. Erstaunlicherweise geben sich dort Fische und Säugetiere nicht viel, der Unterschied ist recht klein. Die Vögel sind natürlich nicht in ihrem eigentlichen Element und fallen deutlich zurück.

Der Eselspinguin schafft es dank eines torpedoförmigen und damit stromlinienförmigen Körpers dennoch auf 27 km/h. Respektabel, aber weit abgeschlagen.

Das schnellste Säugetier – der Delfin – kommt nämlich auf unglaubliche 90 km/h und wird dennoch von einem Fisch auf die Plätze verwiesen: Der Segel- oder Fächerfisch durchpflügt das Meer mit seiner markanten Rückenflosse und dem säbelartigen Maul mit bis zu 110 km/h.

Eine für das Medium Wasser erstaunliche Geschwindigkeit und ein Fakt, der einmal mehr beweist, dass eine perfekte Anpassung an den Lebensraum das A und O im Daseinskampf ist.

Das schnellste Tier der Welt

Das gilt natürlich auch für die an Land lebenden Tiere. Hier haben wir zunächst einen eher nicht erwarteten Champion, nämlich die allseits beliebte Kakerlake. Ja, doch! Sie erreicht zwar nur 5,5 km/h, allerdings ist das, gemessen an ihrer Körpergröße, ein erstaunlicher Wert.

Auf den Menschen übertragen ergäbe sich einen Geschwindigkeit von etwa 330 km/h. Viel Spaß beim Ausprobieren! Nur zur Info: Usain Bolt, unstrittig der schnellste Mensch aller Zeiten, erreichte bei seinem Berliner Rekordlauf von 9,58 Sekunden über die 100 Meter eine Spitzengeschwindigkeit von 45 km/h.

Das ist schon überragend, aber um es der verdammten Kakerlake gleichzutun fehlen schlappe 285 km/h. Möglicherweise gibt es irgendwann einen Menschen, der in der Lage ist, Stundenkilometer 46 und 47 draufzupacken, aber dennoch dürfte insgesamt bei unter 50 km/h Schluss sein für den Homo sapiens, die Kaki ist und bleibt uns, in Relationen, weit überlegen.

Um die Lücke mal wieder sprichwörtlich ein wenig zuzulaufen, schauen wir kurz auf den schnellsten flugunfähigen Vogel, den die Rekordlisten aufzubieten haben. Der Strauß macht sein für Vögel doch sehr heftiges Defizit durch eine imposante Laufgeschwindigkeit wieder wett.

Ein Strauß im Vollsprint erreicht sage und schreibe 70 km/h. Damit sieht Usain Bolt zwar wie ein Durchschnittsläufer aus, aber immerhin liegen damit zwischen den beiden Höchstgeschwindigkeiten der Spezies "nur" noch 25 km/h. Klingt doch schon angenehmer.

Nochmal 18 km/h auf insgesamt 88 Stundenkilometer sattelt der Gabelbock drauf. Damit ist er das schnellste Landtier über längere Strecken, wobei das auch nicht mehr als 800 Meter sind. Zwei Runden um den Sportplatz, dann ist Schluss. Aber die reißt er tatsächlich in besagter Geschwindigkeit am Stück ab. Damit läuft er 800 Meter am Stück etwa doppelt so schnell wie Usain Bolt seine mageren 100 Meter. Respekt!

Wird die Strecke auf 200-300 Meter verkürzt, tritt der ungekrönte Speed-Champion aller Landtiere auf, der Gepard. Er erreicht tatsächlich im Extremfall bis zu 110 km/h. Das ist nicht mehr zu toppen, aber, soviel seit bereits gesagt, noch ziemlich weit vom ultimativen Rekord aller Tiere entfernt.

Überwältigt der Gepard übrigens seine Beute nicht nach besagten 200-330 Metern, muss er die Jagd abbrechen und neue Kräfte sammeln. Das kann bis zu 30 Minuten dauern, in denen er auch als Großkatze sehr schutzlos ist.

Und jetzt zur Nummer eins, dem ungekrönten Meister der Geschwindigkeit, dem Wanderfalken. Natürlich steht ein Vogel ganz oben auf dem Podest, das bringt das Medium Luft einfach so mit sich.

Wo sich Steinadler und Wanderfalke im Geradeausflug noch mit stattlichen 190 km/h auf Augenhöhe begegnen, räumt der Wanderfalke den Titel des ultimativ schnellsten Tieres durch die irre Geschwindigkeit seines Sturzfluges ab.

Sagenhafte 322 km/h wurden bereits gemessen. Das ist dann tatsächlich auf Augenhöhe mit einem Formel1-Boliden.

Und die höchste Geschwindigkeit, die je ein Tier aus eigener Kraft erreicht hat.

Wir stehen auf Rekorde und suchen ständig nach den Größten und Längsten, aber auch Kleinsten und Kürzesten. Alle unsere Funde gibt es auf unserer Superlativ-Übersichtsseite.

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