Der "große Bruder" Das Porterhouse-Steak: Der Gigant unter den Steaks

Tomasz | Männersache 19.04.2018
Das Porterhouse-Steak: Der Gigant unter den Steaks
© iStock / kajakiki

Das Porterhouse-Steak wird aus dem Rückenteil des Rindes geschnitten und ist sozusagen eine Unterkategorie des Roastbeefs. Optisch erinnert das Porterhouse-Steak an seinen "kleinen Bruder", das T-Bone-Steak. Doch es gibt einige wesentliche Unterschiede, auch in der Zubereitung.

Das Porterhouse-Steak wird wie das T-Bone-Steak aus der Großen Lende des Rindes geschnitten. Diese liegt im unteren Rückenbereich des Tieres und besteht aus dem flachen Roastbeef sowie dem Rückenknochen und dem dort liegenden Filet. Der vordere Rückenteil des Rindes wird als rundes Roastbeef bezeichnet und ragt in die angrenzende Hochrippe hinein.

 

Das Porterhouse-Steak: Der Gigant unter den Steaks

Ein Porterhouse-Steak kann bis zu sechs Zentimeter dick sein und wiegt zwischen 700 bis 1.000 Gramm. Es hat einen ähnlichen Cut wie das T-Bone-Steak, weswegen es oft als dessen "großer Bruder" bezeichnet wird. Das T-Bone-Steak wiegt nämlich "nur" etwa 600 Gramm und weist eine Dicke von zwei Zentimetern auf. Und es gibt noch einen anderen wesentlichen Unterschied zwischen den Fleisch-Brüdern: Beide Steaks bestehen aus einem Teil Rumpsteak und einem Teil Filet. Der Filetanteil beim Porterhouse ist aber erheblich größer als beim T-Bone-Steak. Bei beiden Steakarten werden Filet und Rumpsteak durch einen T-förmigen Knochen voneinander getrennt.

Das Porterhouse-Steak ist stark marmoriert (das heißt, von vielen feinen Fettsträngen durchzogen) und verfügt über wenig Bindegewebe. Die Kombination des bissfesten und geschmacksintensiven Rumpsteak-Teils und des zarten Filet-Teils macht das Porterhouse-Steak nicht zu Unrecht zu einem großen Liebling unter fleischliebenden Männern.

Fun Fact: Porterhouse-Steaks (und T-Bone-Steaks) waren von 2002 bis 2005 in der EU nicht erhältlich. Der Grund war der Verdacht, dass das enthaltene Rückenmark den BSE-Erreger an das Fleisch übertragen haben könnte.

Im Video verrät dir Spitzenkoch Brian Bojsen, worauf er am meisten beim Steak achtet:

 
 

Porterhouse-Steak: Wo kommt es her?

Das Steak kommt natürlich aus dem Rückenteil des Rindes, dem Roastbeef. Aber das weißt du ja schon. Gemeint ist, woher der Name "Porterhouse" stammt.
Die Herkunft des Namens ist nicht eindeutig belegt, es gibt mehrere Theorien. Eine besagt, dass der Name "Porterhouse-Steak" um 1840 in New York entstand. In Hafenrestaurants ("the porterhouses"; "port" bedeutet Hafen) servierte man den Arbeitern und Seeleuten große und schwere Fleischstücke: die Porterhouse-Steaks.

Der Ursprung des Namens wird manchmal auch in britischen und amerikanischen Gasthäusern gesehen, in denen das Bier Porter ausgeschenkt wurde.

Oft wird das Porterhouse-Steak auch auf den Amerikaner Zacharias B. Porter zurückgeführt. Dieser betrieb um 1900 ein Porter House Hotel in Cambridge und servierte dort ein Königssteak unter dem Namen. Praktischerweise lag das besagte Hotel ganz in der Nähe des Güterbahnhofs, über den ein Großteil der Fleischtransporte abgewickelt wurde. Das Porter House Hotel gibt es heute leider nicht mehr – es wurde vor über 100 Jahren geschlossen.

Beachte den besonders großen Filetanteil des PorterhouseiStock / kajakiki

 

So bereitest du das Porterhouse-Steak richtig zu

Schneide (falls vorhanden) die Fettkante des Porterhouse in einem Abstand von etwa einem Zentimeter leicht ein- das beugt dem Wölben des Fleisches in der Pfanne bzw. auf dem Grill vor. Erhitze zum Braten des Steaks die Gusseisenpfanne oder die Edelstahlpfanne – hier alle Infos zur richtigen Steakpfanne –auf höchster Stufe, lasse etwas Öl oder Butterschmalz darin warm werden und lege das Steak hinein.

Brate es von beiden Seiten bei einmaligem Wenden scharf an. Da das Porterhouse-Steak etwas dicker ist, kannst du es pro Seite gute vier Minuten Brutzeln lassen. Im Optimalfall sollte der Filet-Teil weniger Hitze abbekommen. Anschließend in Alufolie packen und etwa zehn Minuten bei 120 Grad im Ofen garen. Vor dem Verzehr noch Würzen und weitere zwei bis drei Minuten im eignen Saft ruhen lassen.

Eine detaillierte Anleitung zum Braten von Steaks findest du hier. Wie du dein Porterhouse am besten auf dem Grillrost zubereitest, erfährst du Schritt für Schritt hier.

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