Ganz einfach Darum gehen 343 Millionen Euro Kindergeld ins Ausland

Redaktion Männersache 21.03.2018

Im Jahr 2017 hat die Bundesagentur für Arbeit insgesamt 343 Millionen Euro Kindergeld auf Auslandskonten überwiesen. Die Zahlen sind extrem gestiegen – wie lässt sich die Summe erklären?

Ein 13.jähriger Junge verschenkt 4.500 Euro
Foto:  iStock/assalve

Knapp 350 Millionen Euro der Kindergeldzahlungen gehen an Konten im Ausland. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland und beruft sich dabei auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Die Summe hat sich seit 2010 verzehnfacht – hat im Vergleich zum Vorjahr aber abgenommen. 2016 lagen die Zahlungen sogar über 400 Millionen Euro.

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Das meiste Kindergeld fließt dabei absteigend nach Polen, Kroatien und Rumänien. Aber wie kommt es, dass so viele Familien mit Kindergeldanspruch im Ausland leben?

Das Thema polarisiert vor allem in der AfD, in der unmittelbar nach der Veröffentlichung Forderungen zum Zahlungsstopp laut wurden. Doch die Zahlungen auf Auslandskonten weisen noch lange nicht auf einen Missbrauch des Kindergelds hin. Vielmehr arbeiten manche Eltern in Deutschland – wo sie auch Steuern zahlen – und haben damit Anspruch auf Kindergeld, auch wenn die Familie oder das Kind im Ausland lebt.

EU-Ausländer haben für Dauer ihres Arbeitsaufenthaltes Recht auf Kindergeld. Immer wieder werden daher Forderung laut, die Summe solle an die Lebenshaltungskosten des Landes angepasst werden, in dem das Kind lebe. Der Gesetzesentwurf liegt der EU-Kommission vor, stoß bisher aber auf Widerspruch.

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