Aberglaube erklärt Darum fürchten wir "Freitag, den 13." als Unglückstag

Redaktion Männersache 13.04.2018
Darum gilt Freitag, der 13. als Unglückstag
© iStock/zuzoli

Freitag, der 13. hat sich im Volksglauben als Tag des Unglücks etabliert. Aber warum eigentlich?

Der Aberglaube vieler Menschen geht so weit, dass sie in Panik vor 24 Stunden reinen Desasters keinen Fuß vor die Tür setzen. Psychologen haben für die Angst vor dem angeblich verfluchten Tag mit "Paraskavedekatriaphobie" einen eigenen Fachterminus entwickelt.

Aber wo genau hat diese Panik vor Freitag, dem 13., ihren Ursprung? Eine Wurzel der allgegenwärtigen Phobie liegt im Christentum.

13 = Chaos

Nach dem Neuen Testament wurde Jesus am Karfreitag gekreuzigt, um am Ostersonntag wieder aufzuerstehen.

Auch wenn einige Gläubige entsprechende Bibelpassagen anderes interpretieren und der Todestag Jesu in ihren Augen nicht konkret genannt werden könne, hat sich die negative Behaftung des Wochentages über die Jahrtausende bei vielen Christen gefestigt.

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Eine weitere Theorie besagt, dass der Ursprung in der Antike liegt. Demnach galt die 12 damals als die vollendete Zahl. Die 13 hingegen ging über diese zahlenmystische Ordnung hinaus und wurde als Sinnbild des Chaos gebrandmarkt.

Angeblich verehrten die Griechen und Römer deshalb zwölf Hauptgötter. Im Christentum soll sich der Aberglaube dann mit den Aposteln Christi fortgesetzt haben.  

Anstatt der in der Bibel zwölf genannten Apostel saßen beim letzten Abendmahl bekanntermaßen 13 Personen mit  Jesus am Tisch. Darunter Judas, der ihn verriet und ans Kreuz brachte.

Flugzeuge verbannen die 13

Diese These der unvollkommenen 13 wirkt sich bis heute auf viele Bereiche des öffentlichen Lebens aus. So existiert bei einigen Fluglinien keine 13. Sitzplatzreihe.

Diverse US-amerikanische Hochhäuser verfügen über kein 13. Stockwerk. Bestimmte Hotels vergeben keine Zimmer mit der Nummer 13. In den ICEs der ersten Generation wurde ebenfalls auf die Wagennummer 13 verzichtet.

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Und treffen nun die "verteufelte" 13 und der "gebrandmarkte" Freitag im Kalender aufeinander, schrillen bei abergläubischen Menschen in der Regel die Alarmglocken.

Dass diese Angst mit hoher Wahrscheinlichkeit unbegründet ist, zeigt ein kultureller Vergleich.

Dienstag = Unglück

In Griechenland und Spanien gilt Dienstag, der 13., als Unglückstag. Der Glaube an den sogenannten "Martes 13" ist auch in vielen südamerikanischen Ländern weit verbreitet. In Italien wiederum fürchten die Menschen Freitag, den 17.

Im Judentum gilt die 13 sogar als Glückszahl. Der Kalender der Kelten und Germanen umfasste statt zwölf dreizehn Monate und wurde erst im Laufe der Geschichte von den Christen als "heidnisch" abgekanzelt.

Inwiefern man bestimmte Mythologien Einfluss auf sein Leben nehmen lässt, ist also wie bei nahezu allen glaubensspezifischen Thesen reine Interpretationssache.

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