News-Update

Coronavirus: WHO warnt vor Ibuprofen

Lange galt es als Wundermittel gegen jede Form von Schmerzen: Ibuprofen. Bei Verdacht auf eine Corona-Erkrankung raten Experten jetzt davon ab.

Schmerzmittel Ibuprofen
Schmerzmittel IbuprofenSchmerzmittel Ibuprofen iStock / clubfoto

Wirkstoffe

Ibuprofen ist schon lange am Markt und als Schmerzstiller absolut etabliert. Es ist verlockend, im Zeitalter allgemeiner Verunsicherung, zumal jetzt, in der sich täglich zuspitzenden Corona-Krise, sich bei Verdacht einer Infektion den Wirkstoff zuzuführen.

Die World Health Organisation (WHO) jedoch warnt: Es sei, so lange keine ausdrückliche ärztliche Empfehlung dahinterstehe, nicht ratsam, Ibuprofen zu nehmen. Stattdessen solle auf einen anderen Wirkstoff zurückgegriffen werden: Paracetamol.

Selbstmedikation

WHO-Sprecher Christian Lindmeier bestätigt:

„Wir raten, im Verdachtsfall Paracetamol und nicht Ibuprofen einzunehmen“
Christian Lindmeier

Allerdings beziehe sich diese Empfehlung ausdrücklich auf Situationen, in denen kein ärztlicher Rat vorliege, also auf die Selbstmedikation.

Gesundheitsminister warnt

Die Empfehlung hatte die Runde gemacht, nachdem der französische Gesundheitsminister Olivier Véran in einem Tweet darauf hinwies, einer Studie zufolge könnten beim Corona-Krankheitsbild durch die Einnahme von Ibuprofen unerwünschte Nebenwirkungen auftreten oder eine Infektion mit dem Coronavirus sogar noch verschlimmern.

Virologen erklären

Der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) wird mit den Worten zitiert

„Ibuprofen hemmt die Blutgerinnung, das wäre ein möglicher Hinweis (…) Bei Paracetamol ist das nicht der Fall.“
Jonas Schmidt-Chanasit

Eine gehemmte Blutgerinnung steigere unter gewissen Umstände die Wahrscheinlichkeit von inneren Blutungen.

Fake News

Während diese Meldung verbürgt ist, kämpfen Gesundheitsministerien europa- und auch weltweit mit bewusst in den sozialen Medien lancierten Falschmeldungen, die sich auf angebliche Studien renommierter Universitäten beziehen.

Im Zweifelsfall empfiehlt es sich daher, die zitierten Institutionen direkt auf die angebliche Empfehlung hin anzuschreiben oder von ihnen veröffentlichte Nachrichten zu lesen.

Seit Dezember 2019 breitet sich das Coronavirus aus. Ausgehend von der chinesischen Millionenstadt Wuhan, hat die Epidemie mittlerweile alle Kontinente erreicht. Bislang starben weltweit über 7.500 Menschen an der rätselhaften Lungenkrankheit, über 184.000 haben sich infiziert. (Stand: 18. März 2020).

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