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News-Update

Coronavirus-Risikogruppen: Diese Menschen sind besonders gefährdet

Neben älteren Menschen sollen noch weitere Personengruppen zu den Coronavirus-Risikogruppen zählen. Wer ist besonders gefährdet und welche Maßnahmen schützen vor einer Ansteckung?

Besonders gefährdet: ältere Menschen
Besonders gefährdet: ältere Menschen iStock / Halfpoint

Die Coronavirus-Risikogruppen umfassen Menschen, deren Körper geschwächt ist – sei es durch ihr hohes Alter oder eine chronische Erkrankung. Ihr Risiko, sich mit dem neuartigen Coronavirus zu infizieren, ist nicht höher als das anderer Menschen. Allerdings ist bei ihnen ein schwerer Verlauf mit einer Lungenentzündung wahrscheinlicher. Bei der Mehrheit der Erkrankten (etwa 80 Prozent) löst COVID-19 nur leichte Erkältungssymptome oder gar keine Beschwerden aus.

Coronavirus: für ältere Menschen gefährlicher

Ab 50 Jahren steigt das Risiko für einen schweren Verlauf der Lungenerkrankung COVID-19 stetig an – über 70-Jährige müssen besonders häufig im Krankenhaus behandelt werden. Die meisten Todesfälle gibt es bei über 80-Jährigen – das besagen zumindest die Daten aus China.

Der Grund für das höhere Risiko für ältere Menschen: Mit dem Alter nimmt die Leistungsfähigkeit des Immunsystems ab; die Körperabwehr wird mit Krankheitserregern nicht mehr so leicht fertig. Hinzu kommt, dass ältere Menschen häufiger von Grunderkrankungen etwa des Herzens oder des Stoffwechsels betroffen sind.

Mukoviszidose, Diabetes und Co: Vorerkrankungen erhöhen das Risiko

Eine chronische Erkrankung schwächt den Organismus – das kann bei einer Infektion mit dem Coronavirus zum Problem werden. Zu den Grunderkrankungen, die das Risiko eines schweren COVID-19-Verlaufs erhöhen, gehören chronische Lungenerkrankungen wie etwa:

Weitere Grunderkrankungen und Umstände, die einen schweren Verlauf wahrscheinlicher machen, sind:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen

  • Krebserkrankungen

  • Leber- und Nierenerkrankungen

  • Diabetes

Unterdrücktes Immunsystem (durch Erkrankung verursachte Immunschwäche oder durch Medikamente wie Cortison gehemmtes Immunsystem)

Leidet ein älterer Mensch an einer Grunderkrankung, ist sein Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf noch stärker erhöht, weil dann zwei Risikofaktoren – Alter und Vorerkrankung – zusammenkommen. Dasselbe gilt für Menschen mit mehreren Vorerkrankungen – Mediziner gehen davon aus, dass ihr Risiko höher ist als das von Personen mit nur einer Grunderkrankung.

Gehören Raucher auch zu den Corona-Risikogruppen?

Auch Raucher gehören einem dpa-Bericht zufolge zu den Corona-Risikogruppen. Demnach legen die Zahlen aus China nahe, dass ein schwerer Krankheitsverlauf mit einer Lungenentzündung bei Rauchern höher ist.

Denkbar ist auch, dass sich Raucher eher mit dem Coronavirus anstecken, weil ihre Atemwege grundsätzlich empfänglicher für Infektionen sind. Dazu gibt es allerdings noch keine gesicherten Daten.

Mediziner raten Rauchern auch jetzt noch dazu, mit dem Rauchen aufzuhören – ein Rauchstopp könnte es dem Körper erleichtern, mit dem Virus fertigzuwerden.

Keine Coronavirus-Risikogruppen: Schwangere und Kinder

Schwangere scheinen nach bisherigem Kenntnisstand kein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf von COVID-19 zu haben – auch eine Übertragung des Virus auf das Ungeborene konnte bisher nicht festgestellt werden.

Mit dem Coronavirus infizierte Kinder entwickeln in der Regel nur milde Symptome – bei ihnen ist das Risiko eines schweren Verlaufs bisherigen Analysen zufolge eher gering.

Schutz der Risikogruppen: Bevölkerung ist gefragt

Das Robert-Koch-Institut (RKI) rät Menschen in den Corona-Risikogruppen zur strengen Einhaltung folgender Vorsichtsmaßnahmen:

  • regelmäßiges, gründliches Händewaschen

  • Abstand zu kranken Menschen halten

  • Kontakte einschränken

Doch auch der Rest der Bevölkerung ist gefragt: RKI-Vizepräsident Lars Schaade forderte die Deutschen zur "sozialen Distanzierung" auf: Man müsse "Abstand zwischen die Menschen bringen" sagte er am Mittwoch in Berlin.

Er appelliere an die Eigenverantwortung des Einzelnen, sich genau zu überlegen, zu welcher Veranstaltung er gehe.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und RKI-Präsident Lothar Wieler betonten auf einer Corona-Pressekonferenz am Mittwochvormittag die Notwendigkeit, eigenverantwortlich auf Abstand zu anderen zu gehen, um die Verbreitung des Erregers zu verlangsamen – insbesondere, um Menschen in Corona-Risikogruppen zu schützen.

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