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News-Update

Corona: Warum Südafrika auf ein Alkoholverbot setzte - und damit Erfolg hatte

Südafrika ging bei der Bekämpfung der Coronapandemie einen ungewöhnlichen Weg.

Mann hievt Bierkiste von Ladeluke
Ein Arbeiter entlädt am 1. Juni 202 einen Kasten Bier von einem Lastwagen in Johannesburg GettyImages/ EMMANUEL CROSET

Corona: Südafrika verbietet Alkohol!

Südafrika wurde von allen afrikanischen Ländern am stärksten von der Coronapandemie getroffen. Eine Entwicklung, die sich bereits im März 2020 abzeichnete und zu einem flächendeckenden Alkoholverbot durch die Regierung führte. Dadurch regte sich nicht nur in der Bevölkerung Unmut.

Gründe für die südafrikanische Regierung

Die Maßnahme stieß vielerorts im Land auf massive Kritik. Gastronomen, Produzenten und Konsumenten liefen Sturm, denn durch das Verbot standen viele Arbeitsplätze durch Disposition. Doch Gesundheitsminister Zweli Mkhize blieb hart. Sein Argument: In Südafrika kommt es infolge von Alkoholkonsum zu vielen Verletzungen durch gewalttätige Auseinandersetzungen, weil vielerorts die soziale Situation der Menschen äußerst prekär ist und die Hemmschwelle durch Alkohol gesenkt wird. Während der Coronapandemie sollten aber die allermeisten Krankenhausbetten für Corona-Infizierte zur Verfügung stehen - weshalb das Alkoholverbot für fast ein halbes Jahr galt.

Tatsächlich gingen die Zahlen der Krankenhauseinlieferungen merklich zurück. Kurzzeitig wurde das Alkoholverbot für Supermärkte daraufhin aufgehoben, doch prompt stiegen die Zahlen der Verletzten wieder an. Also alles wieder auf Anfang.

Verbot aufgehoben

Zumindest in Südafrika konnten die Infektionszahlen zuletzt jedoch unter Kontrolle gebracht werden. Deswegen hob die Regierung das Alkoholverbot am 18. August 2020 erneut wieder auf, auch weil die Zahl der Neuinfektionen in Südafrika über viele Wochen hinweg sukzessive zurückgegangen war. Einen Tag vor Ende des Alkoholverbots beispielsweise waren es nur noch 2.500 neue Coronafälle an einem Tag. Lange Zeit verzeichnete Südafrika über 10.000 Neuinfizierte pro Tag, wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet.

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