Coronavirus

Notfall-Gipfel vorgezogen: Neue Corona-Verschärfungen kommen!

Bund und Länder kommen am Dienstag erneut wegen der Omikron-Variante zu einem Sondergipfel zusammen. Es sollen neue Maßnahmen beschlossen werden. Die Hintergründe.

Scholz
Foto: Imago / Future Image

Der Corona-Expertenrat der Regierung empfiehlt zeitnahe Kontaktbeschränkungen. Impfen allein würde bei der Omikron-Variante nicht ausreichen.

Während eines Sondergipfels wollen Bund und Länder am 21. Dezember 2021 darüber beraten, wie diese Empfehlungen konkret umgesetzt werden können. Heute (20.12.2021) kommen bereits die Chefs der Länder-Staatskanzleien zusammen, um das weitere Verfahren abzustimmen.

Wirksame Gegenmaßnahmen

Der wissenschaftliche Expertenrat rief nicht nur zu Beschränkungen der Kontakte in den kommenden Tagen auf. Es müssten auch "wirksame bundesweit abgestimmte Gegenmaßnahmen zur Kontrolle des Infektionsgeschehens" vorbereitet werden.

Weiterhin heißt es in der Stellungnahme des Gremiums: "Die aktuell geltenden Maßnahmen müssen darüber hinaus noch stringenter fortgeführt werden. Parallel sollte die Impfkampagne erheblich intensiviert werden".

Konkret wird empfohlen, das Boostern sowie Erst- und Zweitimpfungen auch über die Feiertage hinaus anzubieten. Dies allein würde jedoch nicht reichen. Im Umgang mit der Omikron-Variante müssten demnach auch Kontaktbeschränkungen wirksam werden.

"Explosionsartige Verbreitung"

Weiter wird dazu aufgerufen, größere Zusammenkünfte zu vermeiden und in Innenbereichen auf FFP2-Masken zu setzen. Vor und während der Feiertage solle man zudem auf Schnelltests zurückgreifen.

Hintergrund der Empfehlungen des Expertenrats ist die hohe Ansteckungsgefahr, die von der Omikron-Variante ausgeht. Sie infiziere in kürzester Zeit deutlich mehr Menschen und beziehe auch Genesene und Geimpfte stärker in das Infektionsgeschehen. Dies könne zu einer "explosionsartigen Verbreitung" führen.

Um diese zu verhindern, haben Bund und Länder ein kurzfristiges Treffen vereinbart. Denn die Verbreitung von Omikron würde durch die hohe Ansteckungsgefahr dazu führen, dass viele Menschen gleichzeitig in Quarantäne wären und nicht arbeiten könnten.

Kritische Infrastruktur gefährdet

Damit wäre auch die kritische Infrastruktur in Gefahr - dazu zählt der Energiesektor, das Transport- und Verkehrswesen, Wasser, Medien und Kultur, Staat und Verwaltung, Finanz- und Versicherungswesen, die Gesundheit, die Informationstechnik und die Telekommunikation.

Im Gespräch mit der "Bild"-Zeitung sagt NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst: "Bund und Länder müssen noch vor Weihnachten einen Fahrplan für die nächsten Wochen vereinbaren."

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