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Corona-Lockdown: So soll die neue 15 km-Radius-Regel funktionieren

Die Lockdown-Regeln könnten noch einmal verschärft werden. Was genau dahinter steckt.

Angela Merkel
Angela Merkel Foto: Getty Images / Michele Tantussi

Am heutigen Dienstag (5. Januar) besprechen Bund und Länder, wie es in den kommenden Wochen weitergehen soll. Fest steht: Weil die Infektionszahlen immer noch zu hoch sind, wird der harte Lockdown verlängert – wohl um mindestens drei Wochen bis zum 31. Januar.

Mögliche Corona-Verschärfung sorgt für Streit

Doch während die Fortsetzung der Maßnahmen klar ist, gibt es bei bestimmten Themen Gesprächsbedarf. Ein wichtiges Thema sind die Kitas und Schulen. Während einige Bundesländer dafür plädieren, diese weiter geschlossen zu halten, denke andere über eine teilweise Öffnung und die Einführung von Wechselunterricht nach.

Zudem steht nun auch eine Verschärfung der Regeln im Raum und das sorgt der "Bild"-Zeitung zufolge für Streit zwischen den Regierungschefs der Länder. Aus diesem Grund wurde, laut des Berichts, sogar die eigentlich für 11 Uhr geplante Telefonschalte auf 13 Uhr verschoben. Doch worum geht es konkret?

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Neuer Vorschlag sieht Bewegungseinschränkungen im Radius von 15 Kilometern vor

Streitpunkt ist eine mögliche neue Maßnahme, die den Bewegungsradius der Menschen auf 15 Kilometer um ihr Haus oder ihre Wohnung herum eingrenzen soll. Ausgangsbeschränkungen dieser Art gibt es bereits im stark von der Pandemie betroffenen Sachsen, in Thüringen wird über eine ähnliche Verschärfung nachgedacht.

Wie "Business Insider" berichtet, will Kanzlerin Angela Merkel die Schwelle für Ausgangsbeschränkungen von einem Inzidenzwert von 200 auf 100 absenken. Damit wären Stand jetzt fast jedes Bundesland von dieser neuen Maßnahme betroffen. Allerdings soll der Vorschlag einer Einschränkung des Bewegungsradius von einer Mehrheit der Ministerpräsidenten dem Sender "n-tv" zufolge bisher abgelehnt worden sein.

Offen ist, wie genau die Begrenzung funktionieren soll, sollte sie tatsächlich durchgesetzt werden, ob sie an eine bestimmte Uhrzeit gebunden sein wird und wie die Einhaltung dieser Regel kontrolliert werden soll. Straßensperren stehen bisher nicht zur Debatte. Auch die Frage nach den Ausnahmen, zum Beispiel für Familienbesuche ist noch nicht geklärt.

Dieser Beitrag erschein ursprünglich bei unseren KollegInnen von Wunderweib.