News-Update

Corona-Leugner zünden Sprengsatz in Berlin

Die Fronten in der Corona-Krise verhärten sich. Jetzt gab es sogar einen Sprengstoffanschlag – mitten in Berlin. Das Bekennerschreiben ist krass.

Brandenburger Tor
Brandenburger Tor Foto: imago images / Steinach

Sprengsatz von Corona-Gegnern

Die Nerven liegen langsam blank. Weil die Infektionszahlen explodieren, muss die Politik äußerst unpopuläre Maßnahmen verabschieden. Das wiederum kommt in immer größer werdenden Teilen der Bevölkerung gar nicht gut an.

Jetzt ist es sogar zu einem Sprengstoffanschlag gekommen. Mitten in Berlin. Bei der Explosion am Sonntag (25. November 2020) wurde niemand verletzt, und das war wohl auch nicht das Ziel der Täter. Vielmehr wollten sie Aufmerksamkeit für ihr am Tatort platziertes Bekennerschreiben.

JW Video Platzhalter
Zustimmen & weiterlesen
Um diese Story zu erzählen, hat unsere Redaktion ein Video ausgewählt, das an dieser Stelle den Artikel ergänzt.

Für das Abspielen des Videos nutzen wir den JW Player der Firma Longtail Ad Solutions, Inc.. Weitere Informationen zum JW Player findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bevor wir das Video anzeigen, benötigen wir Deine Einwilligung. Die Einwilligung kannst Du jederzeit widerrufen, z.B. in unserem Datenschutzmanager.

Weitere Informationen dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Bekennerschreiben vorhanden

Und das hat es in sich. Wie das Landeskriminalamt (LKA) Berlin mitteilt, fordern die unbekannten Täter darin die sofortige Einstellung aller Corona-Beschränkungen, den Rücktritt der Bundesregierung und Neuwahlen.

Vor allem aber der Nachsatz lässt nichts Gutes für die Zukunft erahnen. Würden jene Forderungen nicht erfüllt, müsse mit weiteren Aktionen gerechnet werden. Nur ein Bluff? Oder der Auftakt in einen noch unruhigeren und möglicherweise regelrecht gemeingefährlichen Winter?

LKA Berlin nimmt Ermittlungen auf

Professionell war der Sprengsatz nicht aufgebaut. Er bestand aus einem Computer-Akku und mehreren Spraydosen. Auch Brandbeschleuniger kam zum Einsatz.

Die Abteilung für rechtsextrem motivierte Kriminalität des LKA Berlin hat die Ermittlungen aufgenommen. Geprüft werde u. a., ob ein Zusammenhang zum Brandanschlag auf das Robert Koch-Institut (RKI) besteht. De Polizei bittet um Mithilfe.