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News-Update

Corona: Keine Lohnfortzahlung für Reiserückkehrer in Quarantäne

Corona und kein Ende. Da kommt ein Urlaub gerade recht. Aber Vorsicht: Wer in ein Risikogebiet fährt und danach in Quarantäne muss, bekommt für diese Zeit kein Geld.

Überfüllter Strand
Überfüllter Strand Foto: iStock / thehague

Urlaub, Quarantäne, Verdienstausfall

Die Rechnung ist ganz einfach: Wer in Quarantäne muss und im Hoemoffice nicht arbeiten kann, der bekommt für diese Zeit keinen Lohn. Das verteuert den vorangegangenen Urlaub dann noch einmal deutlich.

Im Raum steht diese Regelung bereits seit der Ministerpräsidentenkonferenz unter Leitung von Bundeskanzlerin Angela Merkel vom 27. August 2020.

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Bedenken werden angemeldet

Damals wurde versucht, eine Rechtsänderung anzustreben, die vorsieht, dass Arbeitnehmer keine "Entschädigung für den Einkommensausfall" zu erwarten haben, wenn sie nach einer "vermeidbaren Reise" (zum Beispiel Urlaub) in ein von der Regierung als Risiko-Gebiet definiertes Ziel in Quarantäne müssen.

Diese Modifikation bestehender Gesetze wird zurzeit aber noch heiß diskutiert zwischen den Landesfürsten und Expertengruppen. Der Vorsitzende des Ausschusses für Gesundheit im 19. Deutschen Bundestag, Erwin Rüddel, wird mit den Worten zitiert

„Von Strafen wie einer gekürzten Lohnfortzahlung nach einem Aufenthalt im Risikogebiet rate ich ab. Ich befürchte, dass es die Nachverfolgung der Kontakte erschweren wird, wenn die Menschen einen Anreiz haben, ihren Aufenthaltsort zu verschweigen.“
Erwin Rüddel, Vorsitzende des Ausschusses für Gesundheit im 19. Deutschen Bundestag

Fast nur noch Risikogebiete

Klar ist: Diese Gesetzesinitiative ist noch nicht durch, denn es gibt weitere schwere rechtliche Bedenken. Das ergibt sich schon aus der Tatsache, dass die meisten Lieblings-Urlaubsziele der Deutschen, etwa Spanien, Österreich, Kroatien, die Türkei und weite Teile Frankreichs, aktuell unter die Definition des Risikogebietes fallen.

Neben einem Urlaub in Deutschland stünde noch Italien als klassischer Sehnsuchtsort für die vermeintlich schönste Zeit des Jahres zur Verfügung.

Fazit

Für die Herbstferien wird diese Regelung also zu spät kommen. Die Nachverfolgbarkeit ist aufgrund des Fehlens digitaler Ausstiegskarten ohnehin nicht gegeben.

Ein Umstand, der die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, zur Weißglut bringt: "Es ist enttäuschend, dass es zu den Herbstferien noch keine konsequenteren Regeln für Reiserückkehrer aus Risikogebieten gibt."

Aber so ist das: Ferienzeiten sind wie Jahreszeiten – sie kommen immer völlig überraschend.