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Corona-Schock: Flächendeckende Impfungen in Deutschland erst 2022

Die schlechten Nachrichten reißen nicht ab. Ab 2. November 2020 legt ein neuer Lockdown das öffentliche Leben in Deutschland partiell lahm, zudem könnte sich das Warten auf flächendeckende Corona-Impfungen länger hinziehen als angenommen.

Krankenhausmitarbeiterin mit Spritze
Das Warten auf flächendeckende Corona-Impfungen könnte sich noch länger hinziehen (Symbolfoto) Foto: iStock/photoman

Flächendeckende Impfungen in Deutschland erst 2022!

Die ganze Welt ist im Klammergriff des grassierenden Coronavirus. Nicht nur in Deutschland verkünden die Behörden täglich neue Infektionszahlen auf Rekordniveau. Wer dachte, der Pandemie würde man zeitnah in Form eines Impfstoffes beikommen, hat sich womöglich geirrt.

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Experte mit düsterer Prognose

Viele Menschen sind aufgrund diverser Medienberichte davon ausgegangen, dass Ende 2020 ein Impfstoff parat stehen würde. Thomas Mertens, Vorsitzender der Ständigen Impfkommission (Stiko) am Robert-Koch-Institut, ist aufgrund der Gesamtlage skeptisch.

Dabei bezweifelt er nicht, dass es zeitnah einen Impfstoff geben wird, allerdings ist die Krise damit noch nicht beendet. Gegenüber der "Berliner Morgenpost" sagt Mertens: "Auch wenn es bald Impfstoffe gibt, wird die Impfung der gesamten Bevölkerung Ende 2021 meines Erachtens noch nicht abgeschlossen sein."

Und weiter: "Es wird längere Zeit dauern, bis wir durch die Impfung eine spürbare Veränderung des Infektionsgeschehens sehen werden, dass wir sagen können, jetzt kann wieder Ruhe einkehren."

Juristische Klagen erwartet

Problematisch sieht Mertens auch die anstehende Verteilung des Impfstoffes sowie den womöglich knappen Vorrat: "Der Start der Impfungen darf nicht übereilt passieren: Es kommt nicht darauf an, vier Wochen früher oder später mit dem Impfen anzufangen."

Auch rechnet er mit juristischen Klagen von denjenigen, die ihres Erachtens länger auf eine Impfung warten müssen als andere.