Corona-Update

Corona-Impfstoff kurz vor Zulassung: Das sind die Nebenwirkungen

Das US-Pharmaunternehmen Moderna hat für seinen Corona-Impfstoff mRNA-1273 die Zulassung in der EU beantragt. Wir zeigen auf, welche Nebenwirkungen das Mittel hat.

Spritze
Noch im Dezember 2020 könnte das große Impfen gegen das Coronavirus starten (Symbolbild) Foto: imago images / ULMER Pressebildagentur

US-Konzern beantragt EU-Zulassung für Corona-Impfstoff

Noch im Dezember 2020 könnte es losgehen mit dem großen Impfen gegen das Coronavirus. In Großbritannien wurde gerade der Impfstoff von Biontech und Pfizer genehmigt, wir berichteten.

Nun hat der US-Pharmakonzern Moderna die EU-Zulassung für sein Vakzin mRNA-1273 beantragt. Er verspricht eine Wirksamkeit von 94,1 Prozent und wurde in der klinischen Phase III an 30.000 Menschen in den USA getestet. Dabei erhielt die eine Hälfte der Studienteilnehmer den tatsächlichen Corona-Impfstoff, die andere ein Placebo-Mittel.

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mRNA-1273

Unter den Probanden gab es 196 Covid-19-Fälle, von denen 185 das wirkungslose Placebo erhielten. Laut Moderna gab es 30 schwere Verläufe, die alle in der Placebo-Gruppe auftraten. Damit habe mRNA-1273 eine 100-prozentige Wirksamkeit beim Schutz vor einer solchen Krankheitsentwicklung.

Zwei Dosen in einem zeitlichen Abstand von 28 Tagen sind für den vollen Impfschutz nötig. Der Schutz sei unabhängig von Alter, Geschlecht und ethnischer Herkunft, heißt es in einem Bericht der Bild.

Nebenwirkungen

Die häufigsten Nebenwirkungen, die durch eine Impfung mit mRNA-1273 auftraten, waren Müdigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen, Rötungen und Schmerzen an der Einstichstelle. Bei einigen Studienteilnehmern kam es außerdem zu grippeähnlichen Symptomen.

Noch vor Ende dieses Jahres will Moderna eine weitere Untersuchung starten, um die Wirksamkeit des Mittels an Jugendlichen zu testen. Läuft es gut, könnte für diese im September 2021 eine Impfung zur Verfügung stehen.