News-Update

Corona-Impfstoff: Erste Ergebnisse zu Nebenwirkungen

Der Impf-Marathon gegen das Coronavirus hat begonnen, in Deutschland wurden bisher etwa eine halbe Million Bundesbürger geimpft. Jetzt liegen erste Erkenntnisse zu den Nebenwirkungen vor.

Arzt impft Patienten
Corona-Impfung Foto: iStock / Inside Creative House

Das PEI sammelt Verdachtsfälle

Wer wissen will, wie es um potenzielle Nebenwirkungen bezüglich der Corona-Impfung steht, der wendet sich an das Paul-Ehrlich-Institut (PEI), welches alle Meldungen über mögliche Reaktionen in Deutschland sammelt.

Deutsche Ärzte sind verpflichtet, schwere Impf-Nebenwirkungen zu melden, zusätzlich kann jeder Bürger im Netz selbiges tun. Aufgrund dieses Datenpakets liegen jetzt erste Erkenntnisse zu aufgetretenen Nebenwirkungen vor.

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Bisher geringe Quote

Zwar beziehen sich die ersten Erkenntnisse nur auf die allerersten Tage des Impfstarts Ende Dezember (27. bis 31.12.), jedoch wurden in diesem schmalen Zeitfenster laut Robert-Koch-Institut bereits 131.626 Menschen geimpft.

Das PEI hat in diesem Zeitraum "34 gemeldete Verdachtsfälle von Nebenwirkungen oder Impfkomplikationen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung mit dem mRNA Impfstoff Comirnaty" gesammelt. Insgesamt kam es zu 90 unerwünschten Reaktionen.

Sechs schwere Fälle bekannt

Die Fallzahlen für schwere Nebenwirkungen nehmen sich extrem gering aus: "Die Melderate betrug für alle Einzelfallmeldungen 0,25 pro 1.000 Impfungen, für schwerwiegende 0,046 pro 1.000 Impfungen", so das PEI.

Insgesamt sind bisher (Stand: 12. Januar 2021) nur sechs Fälle mit schweren Nebenwirkungen aktenkundig:

  1. Ein 81-Jähriger mit Herz- und Nervenerkrankung erlitt "in der Nacht nach der Impfung einen ischämischen Schlaganfall."

  2. Ein 87-Jähriger wurde wegen akuten Beschwerden nach der Impfung ins Krankenhaus eingeliefert, wo man feststellte, dass er bereits mit Corona infiziert war.

  3. Ein 81-Jähriger erlitt zwei Tage nach der Impfung eine Nesselsucht.

  4. Bei einem 82-Jährigen wurde nach der Impfung eine "ausgeprägte Muskelschwäche" diagnostiziert.

  5. Ein 88-Jähriger klagte nach der Impfung über eine Gesichtslähmung.

  6. "Ein weiterer Impfling wurde vorsorglich mit Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und Schwächegefühl nach einer Überdosierung des Impfstoffes ins Krankenhaus aufgenommen", vermeldet das PEI.