News-Update

Corona-Gruß von Milliardär auf Luxusjacht löst Shitstorm aus

Neben Empathie und Hilfsbereitschaft bedarf es dieser Tage vor allem eines gewissen Einfühlungsvermögens. Das ist einem US-amerikanischen Zeitgenossen aber mal so richtig abhanden gekommen.

David Geffen
David Geffen Getty Images / gotpap/Bauer-Griffin

Gut gedacht, dekadent gemacht

Das ging nach hinten los: Eigentlich ist es ja nett, wenn man sich dieser Tage gegenseitig Gesundheit wünscht.

Während andere aber in ihren kleinen Wohnungen festsitzen und nicht wissen, ob sie morgen noch einen Job haben und wie sie die nächste Miete zahlen können, schippert dieser besorgte Zeitgenosse durch die Karibik.

Auf einer Superjacht, die weit über eine halbe Milliarde US-Dollar gekostet hat.

Ziemlich unsensibel

Wenn man dem Gruß dann noch voranstellt, dass der Blick von dieser Superjacht einen wunderschönen karibischen Sonnenuntergang offenbart, dann darf man sich gern einen weltentrückten, unsensiblen Voll-Schmock nennen lassen.

Dies ist gerade dem US-Amerikaner David Geffen passiert, der auf seinem Musiklabel "Geffen Records" so bekannte Künstler wie Cher, Aerosmith, Guns N' Roses und John Lennon unter Vetrag hat bzw. hatte. Darüber hinaus gründete er zusammen mit Steven Spielberg und Jeffrey Katzenberg das Filmstudio "Dreamworks".

Shitstorm deluxe

Der Shitstorm ließ nicht lange auf sich warten. Einige User waren, vor Sarkasmus triefend, froh, dass es dem Milliardär gut ginge, andere wurden etwas deutlicher und wünschten sich einen F-18-Kampfjet an Ort und Stelle, um das Problem zu lösen.

Der allgemeine Tenor lautete in etwa:

„Wenn er eine große Spende für medizinische Schutzausrüstung für unsere überarbeiteten Krankenschwestern, Ärzte und medizinisches Personal gemacht hätte, würde er jetzt nicht als elitärer Idiot dastehen“
Twitter-Nutzer

Von dieser harschen Reaktion überrascht, reagierte Geffen dergestalt, dass er nicht nur besagten Post löschte, sondern gleich seinen ganzen Instagram-Account. Und so existiert der unsensible Post nur noch in Screenshots.

Jetzt auch an Erfahrung reicher

Prinzipiell ist das Geschehene schade, denn Geffen ist auch als großzügiger Spender für karitative Zwecke bekannt. Von seinem Privatvermögen, das auf etwa 7 Milliarden US-Dollar geschätzt wird, hat er im Laufe der Zeit einige 100 Millionen US-Dollar gespendet.

Vielleicht kehrt er ja, um eine Erfahrung reicher, zu Instagram zurück und begegnet seinen nicht ganz so reichen Zeitgenossen mit etwas mehr Demut.

Kopf hoch, David. Wird schon.

var premium1Fallback = mobile_premium1Fallback = '
';var premium2Fallback = mobile_premium2Fallback = '
';var premium3Fallback = mobile_premium3Fallback = '
';
var basic1Fallback = mobile_basic1Fallback = '
';var basic2Fallback = mobile_basic2Fallback = '
';var basic3Fallback = mobile_basic3Fallback = '
';