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Kanzlerin knallhart: Das sind die neuen Lockdown-Beschlüsse!

Am 5. Januar 2021 trafen sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die 16 Ministerpräsidenten zu Beratungen hinsichtlich einer Lockdown-Verlängerung.

Angela Merkel
Angela Merkel hat sich mit den 16 Ministerpräsidenten am 5. Januar 2021 auf neue Lockdown-Maßnahmen geeinigt Foto: GettyImages/Sean Gallup

Jetzt ist es raus. Nach stundenlangen Beratungen haben sich Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten der Bundesländer auf eine Ausdehnung des Lockdowns über den 10. Januar 2021 hinaus geeinigt - aber nicht nur das.

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Corona-Gipfel: Das sind die neuen Lockdown-Beschlüsse!

"Unser Ziel bleibt es, unter 50 Infizierte in der 7-Tage-Inzidenz zu kommen", so eröffnete Angela Merkel ihre Rede im Anschluss an den ersten Corona-Gipfel im neuen Jahr .Außerdem warnte sie vor der neuen und gefährlichen Lage durch das mutierte Virus aus Großbritannien.

Kontaktbeschränkung wird erweitert

Daraus resultiert auch der erste Maßnahmen-Hammer: Die Rückkehr zur Kontaktbeschränkung wie im ersten Lockdown im März 2020. Treffen ist demnach ab sofort und vorerst bis zum 31. Januar nur noch mit EINER Person aus einem anderen Haushalt erlaubt!

Eklat um die Bewegungsfreiheit

Bereits im Vorfeld des Gipfels war es zum Eklat gekommen, weil Angela Merkel den Empfehlungen renommierter Mediziner und Wissenschaftlern folgen wollte und den Bewegungsradius der Menschen in Deutschland begrenzen wollte, um eine Ausbreitung des Virus weiter einzudämmen.

Nach Informationen von Bild ging das einigen Verhandlungsteilnehmern zu weit, weil demnach tatsächlich das ganze Land von dieser Maßnahme betroffen wäre. Einschränkung der Bewegungsfreiheit an Hotspots mit einem Inzidenzwert von über 200 wird es dennoch geben.

"Einkaufen" und "Arztbesuche" bleiben erlaubt, "tagestouristische Ausflüge" und "Reisen" werden verboten!

Was ist mit den Schulen?

Ebenfalls ein großer Streitpunkt bei den Beratungen war das Thema Schulen. Jetzt steht fest: Kitas und Schulen sollen zunächst und bis zum 31. Januar geschlossen bleiben. Eine Rückkehr zum Präsenzunterricht der Klassen eins bis sechs soll es in einzelnen Bundesländern erst geben, wenn eine deutliche Verbesserung des Infektionsgeschehens zu erkennen ist.

Ein Stufenplan soll ab Anfang Februar in diesem Fall eine schriftweise Rückkehr ermöglichen sowie Hybridunterricht (Wechselmodell) für Schülerinnen und Schüler der allgemeinbildenden und beruflichen weiterführenden Schulen ab Klassenstufe 7, heißt es in der Beschlussvorlage. Eltern, die ihre Kinder zu Hause betreuen müssen, sollen durch Kinderkrankengeld für zehn zusätzliche Tage pro Elternteil (20 zusätzliche Tage für Alleinerziehende) unterstützt werden.