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News-Update

Hoffnung: Diese vier Wirkstoffe könnten die Corona-Wende bringen

Aktuell werden besonders vier Wirkstoffe besonders auf ihre Effekte gegen das Coronavirus getestet. Könnten sie die Wende im Kampf gegen die Pandemie bedeuten?

Hoffnungsträger Chloroquin
Hoffnungsträger Chloroquin iStock / Zerbor

Nutzen, was bereits existiert

Die Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus läuft auf Hochtouren - das ist gut. Weniger gut ist die Tatsache, dass es selbst bei optimalen Entwicklungsphasen noch mindestens bis Anfang nächsten Jahres dauern dürfte, bis ein solches Mittel einsatzbereit ist.

Deswegen wird alternativ noch ein weiterer Weg eingeschlagen: das Testen bereits zugelassener Medikamente. Natürlich wurden diese nicht speziell gegen Corona, beziehungsweise die durch dieses Virus ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19 entwickelt. Aber sie haben einen ganz großen Vorteil: Sie existieren bereits, sind zugelassen und damit verfügbar.

Die Hoffnungsträger

Aus ganz Europa sind 3.200 Personen ausgewählt worden, an dem Test teilzunehmen. Sie könnten die Hoffnung von Milliarden Menschen weltweit auf ihren Schultern tragen. An den Testpersonen werden vor allem vier Wirkstoffe getestet.

Wirkstoff 1: Chloroquin. Ursprünglich als Malaria-Prophylaxe entwickelt, hat sich bereits herausgestellt, dass das bei Bayer als Resochin vertriebene Medikament mit eben jenem Wirkstoff dazu in der Lage ist, die Virenlast zu senken, wie Bayer-Chef Werner Baumann erklärt. Problem: Es werden so hohe Dosen benötigt, dass schwere Nebenwirkungen nicht ausgeschlossen sind.

Wirkstoff 2: Remdesivir. Wurde gegen Ebola entwickelt. Erste Studien haben ergeben, dass er gut gegen das Coronvirus arbeitet, Auch bei Tests an Patienten konnten bereits positive Erfahrungen gesammelt werden. Problem: Das Medikament gleichen Namens ist noch nicht zugelassen. Erprobt wird es momentan noch an den Uni-Kliniken Hamburg-Eppendorf und Düsseldorf sowie der Klinik Schwabing in München.

Wirkstoffe 3 + 4: Lopinavir/Ritonavir. Diese Kombination wird zurzeit im Kampf gegen HIV eingesetzt. DieForschung bvermutet jedoch, dass sie auch gegen anderen Virenstämme wirksam eingesetzt werden kann. Problem: Tests in China haben keine nachweisbare Wirkung gezeigt. Jedoch wird vermutet, dass die Medikamente in einem zu späten Stadium der Infektion verabreicht wurden.

Fazit

Einen speziell auf das Coronavirus abgestimmten Impfstoff gibt es noch nicht, er wird kommen, aber das dauert noch bis nächstes Jahr.

Bereits vorhandene Mittel sind logischerweise nicht spezifisch auf den aktuellen Virus zugeschnitten, könnten Nebenwirkungen haben, wurden noch nicht als effektiv erlebt oder sind noch nicht zugelassen.

Gleichwohl stellen diese Wirkstoffe eine Chance für bereits Infizierte dar. Es hängt jetzt alles von den Reaktionen der Testgruppe ab und wie schnell die Forscher belastbare Ergebnisse präsentieren können.

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