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Corona-Update

Corona: 5 Anzeichen auf Infektion, die auf der Haut auftreten

Spanische Dermatologen haben untersucht, mit welchen Symptomen sich COVID-19 auf der Haut von Corona-Erkrankten bemerkbar macht. Diese fünf Anzeichen konnten dabei erkannt werden.

Juckreiz
Wie zeigt sich Corona auf der Haut? iStock / AndreyPopov

COVID-19 greift den Körper nicht nur von innen an und verursacht Symptome wie trockenen Husten, Fieber und Atemnot. Die vom Coronavirus ausgelöste Krankheit macht sich neuesten Forschungen zufolge auch auf der Haut bemerkbar.

Spanische Dermatologen haben in einer Studie fünf klinische Muster beschrieben, die in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen beobachtet werden konnten und als Symptome auf eine mögliche Infektion hinweisen.

Corona-Symptome auf der Haut

Grund für die Untersuchung waren sich häufende Berichte über Hautveränderungen, die an COVID-19-Erkrankten beobachtet worden waren. In Italien etwa sollen bei jedem fünften Patienten Hautläsionen aufgetreten sein. 

Insgesamt analysierten Dr. Cristina Galván Casas vom Hospital Universitario de Móstoles in Madrid und ihr Team Fotos und Daten von 375 Patienten aus ganz Spanien. Bei allen Probanden lag entweder eine bestätigte oder eine vermutete Infektion mit SARS-CoV-2 vor.

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1. Pseudo-Frostbeulen auf Händen und Füßen bei mildem Krankheitsverlauf

Bei ca. 19 Prozent der Patienten traten frostbeulenähnliche Hautveränderungen, sogenannte Pseudo-Chilblains, auf. Diese juckenden Schwellungen werden im Fachjargon akrale erythematöse Schwellungen genannt.

Sie weisen einen rötlichen bis violetten Farbton auf, können Pusteln und Bläschen werfen und befallen häufig die Hände und Füße eines Patienten. Dr. Casas und ihr Team fanden die Pseudo-Frostbeulen überwiegend bei jüngeren Patienten mit einem milden Krankheitsverlauf. Das Symptom trat meist spät auf und hielt durchschnittlich 12,7 Tage an. 

2. Bläschenbildung auf der Haut als Corona-Anzeichen

Als weiteres COVID-19-Symptom auf der Haut beobachteten die Dermatologen sogenannte vesikuläre Eruptionen: Etwa neun Prozent der Untersuchten litten unter Bläschenbildungen. Die juckenden Hautveränderungen traten überwiegend bei Patienten mittleren Alters auf. 

Sie bildeten sich im Gegensatz zu den Pseudo-Frostbeulen nicht am Ende der COVID-19-Erkrankung, sondern an deren Anfang. Die kleinen Bläschen erinnerten die Forscher an Windpocken und waren im Schnitt 10,4 Tage sichtbar. Sie siedelten sich überwiegend am Rumpf der Patienten, aber auch an den Extremitäten an.

3. Quaddeln am Rumpf als COVID-19-Symptom

Ebenfalls bei 19 Prozent der analysierten Patienten traten Quaddeln auf der Haut auf. Die sogenannten urtikarielle Eruptionen traten verstärkt am Rumpf der Betroffenen auf, wo sie mit unangenehmen Juckreiz einhergingen. Im Schnitt waren sie nach 6,8 Tagen wieder verschwunden. 

4. Schuppen und Rötungen als Begleiterscheinung

Neben den vesikulären und urtikariellen Eruptionen konnten die Wissenschaftler sogenannte makulopapulären Eruptionen als mögliches COVID-19-Symptom ausmachen: 47 Prozent der Probanden wiesen teils großflächige Schuppungen und Rötungen der Haut auf, die durchschnittlich 8,6 Tage zu sehen waren. In einigen Fällen kam es zur Bildung von Papeln (Knötchen) an den Extremitäten. 

Die beiden klinischen Muster 3 und 4 weisen laut den Spaniern Überschneidungen auf. Nicht nur traten beide kürzer als die anderen Symptome auf, sie waren zudem stets eine Begleiterscheinung zu den bereits bekannten, generellen COVID-19-Symptomen und standen beide mit einem schweren Krankheitsverlauf in Zusammenhang. 

5. Nekrose bei älteren Corona-Patienten

Totes beziehungsweise abgestorbenes Gewebe durch mangelnde Blutversorgung konnte bei ungefähr sechs Prozent der Untersuchten beobachtet werden. Diese Hautveränderung trat überwiegend bei älteren Patienten mit einem schweren Krankheitsverlauf auf. In dieser Gruppe lag die Sterberate bei zehn Prozent. Zum Vergleich: In der Gesamtgruppe lag sie bei 1,9 Prozent.

Weitere Studien nötig

Dr. Cristina Galván Casas und ihre Kollegen beendeten ihre Studie mit dem Hinweis, dass die fünf klinischen Muster einen Hinweis auf eine COVID-19-Erkrankung liefern und so bei einer Diagnose helfen können. Ob die Veränderungen der Haut allerdings direkt von SARS-CoV-2 hervorgerufen werden oder ihnen eine Ko-Infektion zugrunde liegt, müsse weiter untersucht werden. 

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