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News-Update

CO2-Preis steigt: So viel musst du bald für Sprit zahlen

Bund und Länder haben sich auf einen CO2-Preis für den Ausstoß von Treibhausgasen geeinigt. Für den Autofahrer bedeutet das höhere Spritpreise, zum Ausgleich aber auch geringere Stromkosten

Tanken
Tanken wird teurer. Foto: iStock

Bund und Länder einigen sich auf CO2-Preis

Der CO2-Preis, der ab 2021 über einen Handel mit Zertifikaten erfolgt, soll höher ausfallen als ursprünglich geplant. Darauf haben sich Bund und Länder Mitte Dezember 2019 geeinigt. Die Einigung sieht vor, dass der CO2-Preis im Verkehr und bei Gebäuden zum 1. Januar 2021 nun mit 25 Euro pro Tonne startet. Bisher war ein Einstiegspreis von zehn Euro vorgesehen. Bis 2025 steigt er weiter auf schließlich 55 Euro je Tonne, statt wie bisher geplant auf 35 Euro. Außerdem sollen die Länder für den Zeitraum von 2021 bis 2024 insgesamt 1,5 Milliarden Euro als Ausgleich erhalten. Damit sei eine faire Einnahmenverteilung zwischen Bund und Ländern erreicht, hieß es, und ein wesentlicher Streitpunkt zwischen Bund und Ländern beim CO2-Preis gelöst. Der Bundesrat hatte bei Steuergesetzen des Klimapakets der Bundesregierung sein Veto eingelegt. Die Grünen hatten zudem auf einen höheren CO2-Preis gedränt. Andernfalls wollten sie einer Anhebung der Pendlerpauschale nicht zustimmen.

Wie viel teurer wird der Sprit durch den CO2-Preis?

Ein CO2-Preis von 25 Euro je Tonne verteuert Benzin um etwa 7,5 Cent.

Um wie viel Cent soll die Penderpauschale steigen?

Als Entlastung für den CO2-Preis soll dafür die Pendlerpauschale von 2021 an ab dem 21. Kilometer um fünf Cent pro Kilometer erhöht werden: also 35 statt 30 Cent, die pro Kilometer Arbeitsweg von der Steuer abgesetzt werden können. Die Einigung sieht weiter vor, dass die Pendlerpauschale ab 2024 noch einmal um weitere drei Cent auf dann insgesamt 38 Cent pro Kilometer erhöht wird.

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Wie werden Verbraucher sonst noch entlastet?

Die gesamten Einnahmen aus dem CO2-Preis sollen zur Senkung der EEG-Umlage zur Förderung des Ökostroms verwendet und so den Bürgern zurückgegeben werden. Dies bedeutet für 2021 eine Senkung der EEG-Umlage von 5,4 Milliarden Euro, wie aus einem Papier hervorgeht. Je höher der CO2-Preis dann steigt, desto höher sind die Entlastungen bei der EEG-Umlage. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil beim Strompreis. Als Folge der Entlastungen bei der EEG-Umlage soll der Strompreis im ersten Jahr des neuen Systems – also 2021 – bei einem durchschnittlichen Haushalt um mehr als 60 Euro pro Jahr sinkt. 2025 sind es dann rund 103 Euro im Jahr, wie aus einer Vorlage für das Bund-Länder-Treffen hervorgeht. Mit dem Durchbruch zum CO2-Preis sei auch der Weg für die Senkung der Mehrwertsteuer für Bahntickets im Fernverkehr Anfang Januar 2020 frei, hieß es in Verhandlungskreisen. Die Bahn hat schon angekündigt, die Preise zu senken. Das soll mehr Bürger dazu bringen, vom Auto oder dem Flugzeug auf die Bahn umzusteigen. Für Fernbusse soll die Mehrwertsteuer nicht gesenkt werden, wie nach einer Sitzung der Arbeitsgruppe des Vermittlungsausschuss bekannt wurde. Erzielt wurde zudem eine Einigung auf ein Finanztableau.