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Corona-Update

Bundesländer ergreifen neue Corona-Maßnahmen – was die "Testpflicht" bedeutet!

Mehrere Bundesländer wollen zukünftig negative Corona-Tests von Urlaubern aus deutschen Risikogebieten verlangen.

Reagenzglas mit Coronavirus-Aufschrift
Corona-Test (Symbolbild) Foto: iStock / zetat

Beherbergungsverbot

Das Wort der Stunde heißt "Beherbergungsverbot". Es besagt, dass Hotels oder anderweitige Unterkünfte keine Urlauber aufnehmen dürfen, wenn diese aus deutschen Risikogebieten kommen und keinen negativen Corona-Test vorlegen können, der nicht älter ist als 48 Stunden.

Darauf einigten sich die Bundesländer einem Bericht der Tagesschau zufolge in einer Telefonschaltkonferenz am gestrigen Nachmittag (8. Oktober 2020). Die Regelung gilt grundsätzlich ausschließlich für Reisen zu touristischen Zwecken. Pendelverkehr und Familienbesuche sind davon ausgenommen.

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Mehrheit der Länder macht mit

Laut dem Beschluss will sich die Mehrheit der Länder an die neue Regelung halten. In Berlin, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Thüringen wurden eigene Protokollerklärungen dazu abgelegt.

Bremen wolle erst noch im Senat über den Beschluss beraten. Aus Thüringen hieß es, "dass die Einschätzung der Gesundheitsbehörden der betroffenen Gebiete Grundlage und Maßstab für die Maßnahmen der Reisezielgebiete sein muss."

Für Ministerpräsident Bodo Ramelow sei es unverständlich, dass für alle Menschen aus Risikogebieten ein Beherbergungsverbot gelten soll, wenn Infizierte und Verdachtsfälle doch in Quarantäne müssten.

Unterschiedliche Standpunkte

Berlin wiederum plant kein Beherbergungsverbot. Eine Senatssprecherin teilte mit: "Jedes Bundesland muss für sich selbst die Entscheidung treffen, wie es die Pandemie eindämmen kann. Der Berliner Senat hat hier in den letzten Wochen weitreichende Maßnahmen verabschiedet, oft weitreichender als andere Bundesländer."

Auch Nordrhein-Westfalen teilte mit, zumindest vorerst auf ein Beherbergungsverbot verzichten zu wollen, während sich Mecklenburg-Vorpommern sogar noch strengere Vorschriften für Reisende aus deutschen Risikogebieten – z. B. eine fünftägige Pflichtquarantäne – vorbehielt.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält die neue Regelung indes für "nicht umsetzbar", Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther von der CDU bezeichnet sie dagegen als "absolut verständlich".