18.600 Unterschriften Bürgerinitiative in Sachsen will Ausbreitung des Wolfes verhindern

Redaktion Männersache 10.01.2018

18.600 Unterschriften hat eine Bürgerinitiative aus dem Raum Bautzen bereits gesammelt. Ihr Ziel ist es, die Wolfspopulation zu begrenzen.

Wölfe
© stevegeer/iStock

Gabriele Lebsa in Spohla bei Wittichenau hat seit Anfang des Jahres schon 14 Schafe durch Wolfsattacken verloren. Die Landwirtin startete die Initiative "Wolfsgeschädigte und besorgte Bürger", eine Petition, mit der sie 18.600 Unterschriften sammeln konnte. Am Mittwoch, den 10.01.2018 soll diese an den Landespräsidenten Matthias Rößler im Sächsischen Landtag übergeben werden.

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Gabriele Lebsa berichtet von Frauen, die sich aufgrund der Wolfsausbreitung nicht mehr trauen, joggen zu gehen. "Ich selbst habe meinen letzten Wolf am ersten Advent gesehen. Das war keine 100 Meter von meinem Haus", sagt die Oberlausitzerin. Gerade in kleinen Dörfern in der Nähe von Wäldern sei die Gefahr nicht zu unterschätzen.

Ihre Online-Petition für eine begrenzte Ausbreitung der Wölfe soll das nun ändern. "Man darf die leisen Ängste der Bevölkerung nicht wegschieben."

In der Petition heißt es, die Lausitz habe die höchste Wolfsdichte in ganz Europa. Die Raubtiere würden nicht nur Weide- und Nutztierhaltung zurückdrängen, sondern auch die Bewegungsfreiheit des Menschen einschränken. Das Gesetz, das den Wolf als bedrohte Tierart definiert, müsse für diese Region überarbeitet werden.

In der Region Bautzen sind vergangenes Jahr nach Angaben des Kontaktbüros "Wölfe in Sachsen" 107 Schafe von Wölfen gerissen worden. In Sachen leben derzeit 16 Wolfsrudeln mit mindestens 48 Welpen.

Vergangenes Jahr kam es vermehrt zur Aufregung wegen der anwachsenden Wolfspopulation in Deutschalnd.

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