Blutbad!

Dänemark nach Delfin-Schlachtfest unter Beschuss

Jedes Jahr werden auf den dänischen Färöer-Inseln Wale und Delfine gejagt und getötet. Nun dringen Bilder des Blutbads ans Licht - und zeigen das Ausmaß des Schlachtens.

Delfine Färöer Inseln
Blutbad auf den Färöer-Inseln nach Del Foto: Sea Shepherd UK

Das Wasser hat sich rot verfärbt, durchtrennte Körperteile werden an die Küste geschwemmt, aufgetrennte Delfine liegen reglos im Meer.

Jedes Jahr wird auf den autonomen Färöer-Inseln, die im Nord Atlantik zwischen Island und Schottland liegen, unter dem Deckmantel des traditionellen "Grindadráp" ein Blutbad veranstaltet.

Grindadráp: Mehr als 1400 Delfine getötet

Eigentlich bezeichnete man mit dem Begriff den Walfang auf den Inseln. Diese reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück.

Da die Färöer-Inseln sehr felsig sind, eignet sich die Landschaft nicht für den Gemüsebau, weshalb sich die Bewohner:innen in erster Linie von Fleisch und Fisch ernährten. Zudem wurden damals alle Teile des Tiers vollständig verwertet.

Bereits seit Jahren wird diese Tradition jedoch von Tierschutzorganisationen auf der ganzen Welt kritisiert. Der Vorwurf ist, dass aus der Tradition ein Massaker ohne Grund geworden ist. In diesem Jahr wurden nicht Wale, sondern mehr als 1400 Delfine getötet.

"Kaum mehr als ein Sport"

Die Tierschutzorganisation Sea Shepherd dokumentiert das Töten auf den Färöer-Inseln Jahr für Jahr. Leiter der Organisation, Rob Reach, erklärte in einem Interview:

"Der Grindadráp findet heute mit Hochleistungsbooten und Jet-Skis statt und ist kaum mehr als ein Sport, der sich als Tradition ausgibt".

Kritik aus den eigenen Reihen

Doch nicht nur die Organisationen sind entsetzt. Auch der Vormann einer Gruppe von Jägern kritisierte die Aktion. Es seien schlicht zu viele Delfine in die Richtung der Küste getrieben worden. Deshalb distanziere er sich von den Geschehnissen.

Auch der ehemalige Vorsitzende der Vereinigung für den Grindwalfang berichtete, er halte die diesjährige Tötung für überzogen.

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