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Film-Update

"Blues Brothers": 10 verrückte Fakten zum Kultstreifen

Die "Blues Brothers" Jake und Elwood Blues sind im Prinzip der Inbegriff von Kult. Wir haben zehn verrückte Fakten zusammengetragen, die das aufs Herrlichste untermauern.

Die Blues Brothers
Jake und Elwood Blues, die Blues Brothers imago images / Cinema Publishers Collection

"Blues Brothers": 10 verrückte Fakten zum Kultstreifen

"Blues Brothers" ist einer der Streifen, für die das Wort "Kult" erfunden wurde. Längst ist der Film vielmehr als nur das, er ist Objekt kultischer Verehrung, er ist zum Mythos seiner selbst geworden.

Das liegt zum einen an den beiden hervorragenden Schauspielern John Belushi und Dan Aykroyd. Zum anderen ist dann aber auch noch so ziemlich alles vertreten, was in Blues, Gospel und Soul Rang und Namen hat: Cab Calloway, James Brown, Ray Charles, John Lee Hooker und natürlich die wunderbare Aretha Franklin. Dazu die Blues Brothers Band – allesamt hervorragende Vertreter ihres Faches.

Schnell noch ein paar weitere brillante Schauspielerinnen und Schauspieler dazu, wie beispielsweise Carrie Fisher, Twiggy, John Candy und Frank Oz, und als Krönung noch Stephen Spielberg höchstselbst und John Landis, den Regisseur des ganzen Spektakels, fertig ist ein Kinofilm, der so ziemlich seinesgleichen sucht.

John Landis
John Landis Getty Images / Dominique Charriau

"Blues Brothers": John Landis

John Landis wird am 3. August 1950 in Chicago geboren. Er hat in der öffentlichen Wahrnehmung nie den Olymp der Regisseure erklommen, auf dem er Fritz Lang, Orson Welles, Stanley Kubrick und dergleichen treffen würde.

Dabei ist er das Genie hinter Filmen wie "American Werewolf", "Kentucky Fried Movie", "Die Glücksritter", "Der Prinz aus Zamunda und eben "Blues Brothers". Wahrscheinlich stehen Komödien einfach immer im Schatten ihrer ernsteren Film-Kollegen.

"Blues Brothers": Hinter den Kulissen

  1. John Belushi bekam eine doppelt so hohe Gage wie sein Blues Brother Dan Aykroyd. Während Letzterer sich mit 250.000 US-Dollar zufriedengeben musste, strich Belushi eine habe Million ein. Belushis frühere Schauspielerfahrung spiegelte sich in seinem Gehaltsscheck wider. Belushi hätte seine Schauspielkarriere fortsetzen und möglicherweise ein noch größerer Star als Aykroyd werden können, wenn er nicht 1982 vorzeitig gestorben wäre.

  2. Dutzende von Polizeiautos jagen im Film durch die Straßen von Chicago, und insgesamt 103 Autos wurden während der Dreharbeiten zerstört. "Blues Brothers" hielt zwei Jahre lang den Weltrekord für die meisten in einem Film zerstörten Autos, bis "The Junkman" 150 Autos und ein Flugzeug zerstörte.

  1. Während für viele Filme riesige Sets gebaut werden, um sie für Dreharbeiten zu demolieren, zerstörten die Blues Brothers ein echtes Einkaufszentrum. Die ikonische Szene wurde in der Dixie Square Mall in Harvey, Illinois, gedreht, die kurz vor Drehbeginn aufgrund von Verbrechen und Bandenaktivitäten in der Gegend geschlossen worden war.

    Einem Dokumentarfilm zum 25-jährigen Jubiläum von "The Blues Brothers" zufolge war das damals leere Einkaufszentrum mit echten Waren aus Geschäften gefüllt, mit dem Versprechen, dass alle unbeschädigten Waren zurückgegeben würden.

    Der Parkplatz des Einkaufszentrums wurde komplett mit nagelneuen Autos besetzt, da dies die einzige Möglichkeit darstellte, den verlassenen Parkplatz zu füllen. Nachdem die Filmcrew das Einkaufszentrum zerstört hatte, wurde es nie wieder renoviert und schließlich 2012 abgerissen.

  2. Als Jake zu Beginn des Films aus dem Gefängnis entlassen wird, wurde eine Hubschrauberbesatzung eingesetzt, um Luftaufnahmen zu machen. Die echten Gefängniswärter des echten Gefängnisses eröffneten allerdings das Feuer auf den Hubschrauber, weil sie dachten, es handele sich um eine Art vorbereiteten Fluchtversuch.

  1. Joseph Aloisius Ratzinger, besser bekannt als Papst Benedikt XVI., gefiel der Film offenbar. Er billigte die göttliche Mission von Jake und Elwood. Zum 30. Jahrestag des Films im Jahr 2010 bezeichnete die vatikanische Zeitung l'Osservatore Romano den Film als katholischen Klassiker und empfahl ihn allen guten Katholiken.

  2. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Co-Stars am Set flirten, und es ist nicht einmal so ungewöhnlich, dass sich diese Flirts zu einer ausgewachsenen Beziehung entwickeln. Irgendwie aber brachten Dan Aykroyd und Carrie Fisher ihre Leinwand-Romanze auf die nächste Stufe, als Aykroyd Carrie am Set buchstäblich einen Heiratsantrag machte.

    Klingt romantisch, aber die Realität ist nicht ganz so glamourös. Es heißt, Aykroyd habe an Fisher das Heimlich-Manöver durchgeführt, um zu verhindern, dass sie an einem Stück Rosenkohl erstickt, und er habe die Frage aller Fragen direkt im Anschluss gestellt.

Carrie Fisher
Carrie Fisher imago images / Mary Evans
  1. Der Film hatte mit seinem Star Belushi auf den schwarzen Listen Hollywoods bereits schlechte Erfolgsaussichten, und sowohl das Publikum als auch die Führungskräfte des Studios waren der Meinung, der Film sei "zu schwarz", um das Publikum im Süden anzusprechen. Dies stellte sich jedoch als die geringste Sorge heraus, da auch die Kosten des Films unfassbar in die Höhe schnellten.

    Die Produktion hatte ein Budget von 17 Millionen Dollar, aber am Ende der Dreharbeiten lagen die Kosten ungefähr bei 30 Millionen.

    Das war damals, im Jahre 1980, noch unfassbar viel Geld.

  2. John Belushi war ein schwieriger Zeitgenosse. Das lag vor allem an seinem immensen Kokain-Konsum. Der führte nicht nur dazu, dass er ständig zu spät kam, er entfernte sich auch immer wieder ohne Rückmeldung vom Set. Eines Tages, während der Dreharbeiten, verschwand er mal wieder, als die Crew erst die Hälfte der Filmszenen im Kasten hatte. Alle mussten nach ihm suchen und fanden ihn fest schlafend auf der Couch im Wohnzimmer völlig Fremder mitten in einem Wohngebiet, nachdem er einfach in ihr Haus gegangen war und ihren Kühlschrank geplündert hatte.

  1. Bei seinem ersten Versuch, ein Drehbuch zu schreiben, verfasste Dan Aykroyd eines, das fast dreimal so lang war wie ein durchschnittliches Drehbuch (da eine Seite in der Regel einer Minute Drehzeit entspricht). John Landis stellte in nur drei Wochen eine kürzere, verfilmbare Version zusammen.

  2. Typisch John Belushi: Kurz vor dem großen Finale des Films sah er ein Kind auf einem Skateboard die Straße herunterrasen, und fragte, ob er es auch mal versuchen dürfe. Er durfte, legte sich dabei aber derart lang, dass die Filmemacher den Top-Orthopäden von ganz Chicago anfordern mussten, damit er Belushi wieder hinbekommt und dieser die für das große Finale erforderlichen Tanzschritte ausführen konnte. Es gelang, er wurde kurzfristig fit gespritzt und konnte die Szenen abdrehen.

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