wird geladen...
News-Update

Bis zu 15,40 Euro: Mindestlohn für Pflegekräfte steigt

Es gibt Themen, da kann es keine zwei Meinungen geben. Zumindest nicht, wenn alle halbwegs den Durchblick haben und geistig keinen Dauertiefschlaf hinlegen: Mehr Geld für bestimmte Berufe.

Pflegekraft hilft Patienten
Pflegekraft hilft Patienten iStock / byryo

Viel Arbeit, wenig Geld

Es gibt einen Spruch, der in Deutschland die Runde macht. Er geht, dem Sinn nach, so: Je wichtiger ein Job ist, desto weniger wird den diese Arbeit leistenden Kräften bezahlt.

Was sich zunächst sehr plakativ und unglaubwürdig anhört, trägt, wenn man ein wenig darüber nachdenkt, doch deutlich mehr als nur ein Körnchen Wahrheit in sich.

Man kann sich im Umkehrschluss trefflich darüber streiten, ob Spitzen-Manager wirklich Millionengehälter und saftige Boni einstreichen müssen. Was aber unbestritten sein sollte, ist, dass in der Pflegebranche von den Beschäftigten jeden Tag eine zugleich harte als auch unglaublich wichtige Arbeit erledigt wird.

Wer bereits das "Vergnügen" hatte, für ein paar Tage im Krankenhaus residieren zu dürfen, der weiß die Anwesenheit einer Nachtschwester und überhaupt des dortigen Pflegepersonals definitiv zu schätzen. Leider wird deren Zahl durch ein völlig verkorkstes Gesundheitssystem in der Bundesrepublik Deutschland Stück für Stück ad absurdum geführt.

Verkorkstes System

Wenn Krankenhäuser per Gesetz gezwungen werden, profitorientiert arbeiten zu müssen, dann steht Vieles im Mittelpunkt, aber ganz sicher nicht das Wohl des Patienten.

Diese weltfremde Regelung führt auch dazu, dass die, die tatsächlich Tag und Nacht alles für die ihnen anvertrauten Menschen geben, sehr schlecht entlohnt werden. Ein Knochenjob, der eher Schmerzensgeld als ein echtes Gehalt abwirft.

Wichtige Jobs attraktiver machen

An dieser Schraube wird jetzt aber gedreht. Zumindest ein bisschen. Der Mindestlohn, der ja gesetzlich vorgeschrieben ist, wird für Pflegekräfte nun erhöht, im günstigsten Fall auf 15,40 Euro. Das betrifft in Deutschland etwa eine Million Beschäftigte.

Während Pflegehilfskräfte bis zum 1. April 2022 in vier Schritten auf 12,55 Euro kommen werden - übrigens sowohl in West- als auch Ostdeutschland -, steigt der Mindestlohn für Pflegefachkräfte ab dem 1. Juli 2021 auf glatte 15 Euro, am 1. April 2022 auf 15,40 Euro.

Diese Maßnahmen hat die Pflegekommission aus Arbeitgebern und Arbeitnehmern im Januar 2020 in Berlin beschlossen. Zurzeit beträgt der Mindestlohn im Pflegesektor 11,35 Euro (West), beziehungsweise 10,85 Euro (Ost).

var premium1Fallback = mobile_premium1Fallback = '
';var premium2Fallback = mobile_premium2Fallback = '
';var premium3Fallback = mobile_premium3Fallback = '
';
var basic1Fallback = mobile_basic1Fallback = '
';var basic2Fallback = mobile_basic2Fallback = '
';var basic3Fallback = mobile_basic3Fallback = '
';