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Biontech-Gründer: Normales Leben erst wieder Ende 2021

Er ist der männliche Teil des Biontech-Powercouples, das uns den Corona-Impfstoff gebastelt hat. Und er dämpft unsere überhasteten Erwartungen.

Prof. Dr. med. Ugur Sahin
Prof. Dr. med. Ugur Sahin Foto: imago images / Sämmer

Hoffnung auf Normalität

Die Coronazahlen steigen im Herbst wieder, ja, sie explodieren geradezu. Gleichzeitig macht sich eine einerseits verständliche, andererseits hochgefährliche Corona-Müdigkeit breit.

Das führt insgesamt zu einer sehr angespannten Lage. Mittenrein platzt die Nachricht eines fast fertigen Impfstoffes, der hochwirksam vor Corona schützen soll. Also bald alles wieder ganz normal? Mitnichten.

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Logistische Herausforderung

Prof. Dr. med. Ugur Sahin, Mitbegründer des aktuellen Heilsbringers Biontech, dämpft unsere Erwartungen. Zwar sehe es gut aus in Bezug auf den in Rekordzeit entwickelten Impfstoff aus, jedoch müssen sich auch zunächst genug Menschen tatsächlich impfen lassen, damit dem Virus eine weitere Verbreitung unmöglich gemacht werde.

Und dann gibt es natürlich auch noch das logistische Problem, den Impfstoff in ausreichenden Mengen herzustellen und dann zu verteilen. Dies müsse unbedingt vor dem Herbst 2021 geschehen, so Sahin.

300 Millionen Dosen bis April

Er halte es für realistisch, dass bis Ende April 2021 durch den Partner Pfizer etwa 300 Millionen Dosen hergestellt und verteilt werden können. Zu beachten ist dabei, dass jeder Impfwillige sich zweimal im Abstand von vier Wochen impfen lassen muss.

Dem entwickelten Impfstoff wird eine Wirksamkeit von etwa 90 Prozent attestiert, für seine Etwicklung gab es vom Bund 375 Millionen Euro an Zuschüssen.