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Beulenpest in China: Behörden in erhöhter Alarmbereitschaft

In China sind die Behörden wegen auftretender Fälle von Beulenpest in heller Aufregung,

Beulenpest-Erreger
Chinas Behörden sind in erhöhter Alarmbereitschaft. Der Grund: die Beulenpest (Symbolfoto) Foto: iStock/royaltystockphoto

Beulenpest in China

Wir erinnern uns: Das immer noch nicht unter Kontrolle befindliche Coronavirus hatte im Dezember 2019 seinen pandemischen Ursprung auf einem Fleischmarkt in der chinesischen Millionenmetropole Wuhan.

Noch ist dieser Virus nicht unter Kontrolle, da lauert schon der nächste Erreger mit Potenzial zur Pandemie darauf, von China ausgehend, seinen Zug um die Welt anzutreten.

Und damit immer noch nicht genug, erreichen uns aktuell erneut beunruhigende Nachrichten aus dem "Reich der Mitte", denn es gibt im Norden des Landes die Gefahr einer Beulenpestepidemie.

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Behörden in Alarmbereitschaft

In einer nordchinesischen Region mit dem Namen "Innere Mongolei" wurde ein Fall von Beulenpest diagnostiziert. Genau wie beim Coronavirus ist der Erreger dabei vom Tier auf den Menschen übergesprungen. Betroffen ist ein örtlicher Hirte, bei dem am 5. Juli 2020 die Beulenpest festgestellt wurde. Sofort haben die örtlichen Gesundheitsbehörden daraufhin die Sicherheitsvorkehrungen verschärft.

Aktuell soll der Hirte in einem Krankenhaus in Bayannur behandelt werden, sein Zustand ist aktuell stabil.

In der benachbarten Mongolei wurde am 6. Juli ebenfalls ein Pest-Verdachtsfall bekannt. Hier ist ein 15-jähriger Junge betroffen, der Fieber bekam, nachdem er ein Murmeltier verspeist hatte, wie die BBC berichtet. 

In der Mongolei wurden in der vergangenen Woche bereits zwei weitere Infektionen gemeldet. Die betroffenen Brüder sollen zuvor ebenfalls Murmeltierfleisch gegessen haben. Mehr als 140 Kontaktpersonen stehen seither unter Quarantäne. 

Die Beulenpest

Die Beulenpest wurde in den beschriebenen Fällen scheinbar von Murmeltieren und Nagetieren übertragen. Aus diesem Grund ist das Jagen und der Verzehr in China grundsätzlich verboten. Auch Ratten können den Erreger in sich tragen - und über Flöhe auf den Menschen übertragen.

Die Beulenpest gilt neben der Lungenpest als die zweite Form der Pest-Erkrankung. Sie wird durch das Bakterium Yersinia pestis über die Haut übertragen.

Nach Angaben der WHO werden jährlich 1.000 bis 2.000 Fälle von Beulenpest weltweit gemeldet.