wird geladen...
Männerhelden

Was macht Bernd Schneider heute?

Bernd Schneider gilt in den 2000er Jahren als einer der spielstärksten Mittelfeldakteure des deutschen Fußballs. Was macht Bernd Schneider heute?

Bernd Schneider
Bernd Schneider bei der WM 2002 GettyImages/Gary M. Prior

Bernd Schneider: Von Jena nach Yokohama

Bernd Schneider ist nicht besonders groß, nicht besonders schnell und erst recht kein Schlagzeilenmagnet. Er lässt lieber andere vor das Mikrofon treten und von ihren vermeintlichen Heldentaten schwadronieren.

Der gebürtige Jenaer gehört während seiner Karriere als Berufskicker zu den stillen Vertretern seiner Zunft, doch seine fußballerischen Fähigkeiten tragen ihn bis ins Finale der Weltmeisterschaft 2002 in Japan - gegen Brasilien.

In diesem legendären Endspiel von Yokohama, welches Deutschland am Ende mit 0:2 verliert, sind sich die Brasilianer über die vollen 90 Minuten unsicher, ob Schneider wegen seiner überragenden Ballfertigkeit nicht in Wirklichkeit einer von ihnen ist.

"Schnix", wie Schneiders Spitzname lautet, ist die lang ersehnte Offenbarung für Fußballästheten, in einer Zeit, in der die deutschen Elitekicker vielerorts als Rumpelfußballer verschrien sind.

Laut Schneider leitet sich der Spitzname übrigens von dem thüringischen Wort “schnixeln“ ab, was wohl so etwas wie dribbeln oder tricksen bedeutet.

Wie vom Erdboden verschluckt

Seine Glanzzeit hat Schneider ohne Frage bei Bayer Leverkusen. Mit den Rheinländern wird er 2002 deutscher Vizemeister, steht im DFB-Pokalfinale und zaubert im Finale der UEFA Champions League. In einem dramatischen Endspiel geht jedoch am Ende schließlich Real Madrid als Sieger vom Platz.

Nach diesen verlorenen Endspielen wird aus Bayer Leverkusen bald "Bayer Vizekusen", doch Schneider ficht das nicht an, er hält dem Club insgesamt zehn Jahre lang die Treue.

Zudem ist er Teil des sogenannten "Sommermärchens" von 2006, als die deutsche Nationalmannschaft erst im Halbfinale der umjubelten Heim-WM am späteren Weltmeister Italien scheitert.

2008 erleidet Bernd Schneider in einem Europapokal-Spiel einen schweren Bandscheibenvorfall. Ein Jahr muss er pausieren, bevor er noch ein letztes Mal für Bayer zum Einsatz kommt. "Der weiße Brasilianer” beendet im Jahr 2009 seine Karriere.

Danach hört man nichts mehr von Bernd Schneider - überhaupt nichts mehr. Keine Talkshowauftritte oder Einlassungen zu aktuellen Diskussionen rund um die Bundesliga. Der heute 46-Jährige scheint wie vom Erdboden verschwunden.

Was macht Bernd Schneider heute?

Zunächst sieht es so aus, als wenn Schneider in Leverkusen bleiben würde. In den Bereichen Scouting und Jugend ist er nach Ende seiner aktiven Laufbahn für Bayer aktiv, doch dann obsiegt das Heimweh nach Jena. Zurück zu den Wurzeln, dort wo alles einst begann.

Im Rahmen der Trainerausbildung des DFB erwirbt er zudem die A-Trainerlizenz und ist heute vor allem als Spielerberater tätig.

Die leidenschaftliche Beziehung zum aktiven Fußball hat bis heute nicht nachgelassen. Für die Freizeitmannschaft der Grasshoppers Jena ist Bernd Schneider noch regelmäßig am Ball zu bewundern.

In seiner thüringischen Heimatstadt hat er wieder Wurzeln geschlagen, zusammen mit seiner Lebensgefährtin und den beiden gemeinsamen Kindern.

var premium1Fallback = mobile_premium1Fallback = '
';var premium2Fallback = mobile_premium2Fallback = '
';var premium3Fallback = mobile_premium3Fallback = '
';
var basic1Fallback = mobile_basic1Fallback = '
';var basic2Fallback = mobile_basic2Fallback = '
';var basic3Fallback = mobile_basic3Fallback = '
';