Wie im Krieg Berliner SPD will das Böllern an Silvester verbieten

Tobias | Männersache 16.03.2018
Böller-Beschuss
© Getty Images / Thomas Lohnes

Berliner SPD-Abgeordnete wollen, dass in der Hauptstadt an Silvester nur noch in sogenannten "Erlaubniszonen" geböllert wird.

Wer sich einmal den "Spaß" erlaubt hat über Silvester nach Berlin zu fahren, der dürfte sich in kriegsähnlichen Zuständen wiedergefunden haben. In manchen Vierteln bekommt man konstant Böller vor die Füße geworfen oder wird gar mit Raketen beschossen.

Nicht mal mehr vor Rettungskräften macht der böllernde Mob halt. Erschreckende Zustände. Das finden auch Abgeordnete der Berliner SPD, die dem Berliner Senat jetzt auffordern wollen, das Böllern nur noch in bestimmten Zonen zu erlauben.

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"Wir wollen Leuten nicht die Freude verderben. Aber diese kriegsähnlichen Zustände an Silvester kann man nicht so weiterlaufen lassen. Feuerwehr und Polizei werden gezielt angegriffen. Das ist völlig inakzeptabel", zitiert Bild den SPD-Wirtschaftsexperten Jörg Strödter.

Es gibt noch einen weiteren Grund, der für die Eindämmung des Böllerns spricht: die immense Feinstaubbelastung. So wird bundesweit in der Silvesternacht so viel Feinstaub in die Luft geblasen, wie sonst im gesamten Jahr durch 17 Prozent des Verkehrs entsteht.

Die Grünen sind von dem Vorstoß der SPD begeistert und können sich anstelle von Erlaubniszonen auch Verbotszonen vorstellen. Doch auch Benedikt Lux (Die Grünen) stellt sich die entscheidende Frage: "Wie kann das kontrolliert werden?"

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