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News-Update

Ansteckungsgefahr: Berliner Polizei beendet Techno-Demo in Berlin

In der Hauptstadt wurde eine Demonstration für die Berliner Clubkultur von der Polizei aufgelöst. Aus der Politik kommt ein geteiltes Echo hinsichtlich der Aktion.

Party oder Demonstration - in Kreuzberg, 31. Mai 2020
Party oder Demonstration - in Kreuzberg, 31. Mai 2020 Getty Images / DAVID GANNON

Berliner Polizei beendet Techno-Demo in Berlin

Unter dem Motto "Für die Kultur – Alle in einem Boot" fand am Pfingstsonntag in Berlin eine Kundgebung statt, bei der sich rund 3000 Menschen versammelten. Der Zug begann um 12:30 Uhr am Treptower Hafen, führte am und auf dem Landwehrkanal entlang und endete vor dem Urban-Krankenhaus in Kreuzberg.

Im Laufe des Nachmittags stießen immer mehr Boote hinzu, sodass die Anzahl der überwiegenden Schlauchboote laut Polizeiangaben um 16:00 Uhr auf zwischen 300 und 400 anstieg. Die Versammlung, die als Demonstration der Clubszene angemeldet war, wurde von der Polizei schließlich aufgelöst.

Keine Masken, kein Sicherheitsabstand

Die Demonstranten trugen weder Nase-Mund-Masken noch hielten sie den empfohlenen Sicherheitsabstand ein. Zudem drehten sie die Musik laut auf, um ihrem Anliegen zusätzliche Kraft zu verleihen. Dabei hatte der Veranstalter die Teilnehmer im Voraus über die Sicherheitsmaßnahmen informiert und gebeten, diese auch einzuhalten – doch ohne Erfolg.

Am Pfingstmontag meldete sich der Veranstalter zu Wort. Man habe während der Demonstration, die völlig legitim sei, mehrmals auf die Abstandsregeln und die Gesichtsmasken erinnert, doch aufgrund der unerwartet hohen Teilnehmerzahl, habe die Kommunikation nicht alle Personen erreicht.

"Hier wäre in Anbetracht der Menschenmenge ein umfassenderes Sicherheitskonzept, auch in Zusammenarbeit mit den Behörden, wichtig gewesen", zitiert der Tagesspiegel den Veranstalter.

Kritik und Zustimmung

Politiker reagieren unterschiedlich, zeigen aber auch Verständnis.

Der FDP-Gesundheitspolitiker Florian Kluckert wirft den Teilnehmern vor, eine Party als Demo zu tarnen und das Versammlungsrecht zu missachten. Er sieht in diesem Beispiel, dass die Menschen in der Coronakrise zur Eigenverantwortung weder bereit noch in der Lage sind.

Tim-Christopher Zeelen, gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, hat Verständnis dafür, "dass die Menschen nach den Wochen des Verzichts rauswollen" kritisiert aber jegliche Form von Partys. Man solle sich an die empfohlenen Regeln halten, um eine zweite Ansteckungswelle zu verhindern und so möglichst schnell zurück zur Normalität finden.

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