Geheimnisvolle Orte Deutschlands Beelitz-Heilstätten: Die Geisterklinik vor den Toren Berlins

Welt der Wunder 18.06.2018

Die Beelitz-Heilstätten sind ein verlassenes Klinik-Arenal, das eine magische Anziehungskraft hat. Heute ist das betreten des Geländes streng verboten. Trotzdem gibt es immer wieder Fotografen, die beeindruckende Bilder auf dem Gelände aufnehmen.

 

Beelitz-Heilstätten: Die Geisterklinik vor den Toren Berlins

Gespenstisch heult der Wind durch die leeren Korridore. Es scheint fast, als würde das Wehklagen der Patienten bis heute die Flure der Beelitz-Heilstätten erfüllen. Doch auch wenn die Krankenbetten und Behandlungsstühle noch da sind, ist der bei Berlin gelegene Komplex längst verlassen und verfallen.

Der Anziehung, den er auf Abenteuerlustige und Geschichtsinteressierte ausübt, tut das keinen Abbruch – im Gegenteil: Seit Jahren pilgern sie zu dem geschichtsträchtigen Gemäuer, das einst eines der größten und modernsten Krankenhäuser der Welt war.

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Rückblende: In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts grassiert weltweit eine bakterielle Infektionskrankheit – jeder dritte Todesfall geht in jener Zeit auf Tuberkulose zurück. Da es noch kein Heilmittel gibt, ist die einzig erfolgversprechende Therapie viel frische Luft.

Vor diesem Hintergrund setzt im Deutschen Reich eine Gründungswelle von sogenannten Heilstätten ein. Die größte von ihnen wird auf einem 200 Hektar großen Waldgebiet im brandenburgischen Beelitz errichtet: Der moderne Klinik-Komplex umfasst 1.200 Betten, ein Badehaus und eine klinikeigene Kirche.

Als der Erste Weltkrieg ausbricht, wird dieAnstalt jedoch zum Lazarett für verwundete Soldaten umfunktioniert. Mehr als 12.500 Männer werden hier bis Kriegsende versorgt – darunter auch der Gefreite Adolf Hitler. 1916 liegt der spätere Diktator acht Wochen in Beelitz, um eine an der Westfront erlittene Granatsplitterverletzung am linken Oberschenkel auszukurieren.

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Nach dem Zweiten Weltkrieg besetzt die Rote Armee die Heilstätten. Sie betreibt hier fortan ihr größtes Militärhospital im Ausland – und erklärt das ganze Gelände zum militärischen Sperrgebiet. 1990 hält sich mit dem an Leberkrebs erkrankten Erich Honecker erneut ein Diktator in Beelitz auf, ehe er außer Landes geschafft wird.

Wenig später ziehen auch die Russen ab. Die verlassene Klinik beginnt zu verfallen und macht nur noch durch mysteriöse Todesfälle, die sich auf dem Gelände ereignen, Schlagzeilen. Seitdem ist das Betreten des Geländes streng verboten. Wer sich die Ruinen dennoch anschauen möchte, kann das seit 2016 von oben tun: Ein Baumkronenpfad in 23 Metern Höhe führt über das Gelände.

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