Wetter-Update

Bauern-Regel: Wie man anhand von Laub den Verlauf des Winters vorhersagen kann

Gleich zwei alte Bauern-Regeln sprechen von einem Zusammenhang zwischen dem Laubfall und dem Winterverlauf. Was ist dran?

Blatt auf frostigem Boden
Laut zweier Bauern-Regeln lässt sich anhand von Laub der Verlauf des Winters vorhersagen (Symbolbild) Foto: iStock / tbgrant

Bauern-Regeln zur Wintervorhersage

"Fällt das Laub zeitig im Garten, ist schöner Herbst und gelinder Winter zu erwarten" und "Hängt das Laub bis November hinein, wird der Winter lange sein" heißt es in zwei Bauern-Regeln. Stimmt das? Kann man anhand von Laub den Verlauf des Winters vorhersagen?

Diesem Mysterium wird in einem Bericht von wetter.de auf den Grund gegangen. Dort stellt man sich zunächst die Frage, welche Bäume denn überhaupt als Grundlage für die Prognose herangezogen werden sollen. Verschiedene Bäume verlieren zu unterschiedlichen Zeiten ihre Blätter – Eichen, Traubeneichen und Hainbuchen beispielsweise sehr spät, zum Teil erst im Frühjahr. Rotbuchen wiederum behalten ihre Blätter den Winter über sogar.

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Ausflug in die Phänologie

Als nächstes wirft wetter.de einen Blick auf die sogenannte Phänologie, "einer Wissenschaft, die den Jahresablauf periodisch wiederkehrender Entwicklungserscheinungen in der Natur beobachtet". Ihr zufolge beginnt der Herbst, wenn sich das Laub verfärbt, wobei man sich darauf geeinigt hat, das Laub von Stieleiche, Rosskastanie, Quitte, Rotbuche, Esche und Walnuss als Grundlage heranzuziehen.

Nun verfärben sich Blätter durch sinkende Temperaturen und die Verkürzung der Tageslänge. Mehrere kühle Nächte in Folge bewirken, dass das Blattgrün bzw. Chlorophyll schneller abgebaut wird. Dies aber nur am Rande, denn über das Wetter im Winter sagt auch die Blattfärbung nichts aus.

Die Bauern-Regeln können wissenschaftlich jedenfalls nicht belegt werden. Wir wissen also nicht, wie der diesjährige Winter verlaufen wird.