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Barry-Gletscher: Mega-Tsunami droht

Wissenschaftler fürchten, dass ein Erdrutsch in Alaska Monsterwellen in Höhe von mehreren hundert Metern auslösen könnte.

Riesige Welle
Alaska drohen Monsterwellen (Symbolbild) Foto: iStock / shannonstent

Barry-Gletscher

Es sind verheerende Erkenntnisse, zu denen die Forscherin Chunli Dai in Alaska gelangte: Bei der Untersuchung des Barry-Gletschers im Prinz-William-Sund fand die Postdoktorandin der Ohio State University heraus, dass in absehbarer Zeit ein Mega-Tsunami losbrechen könnte.

Dai entdeckte, dass sich ein riesiger Berghang ganz in der Nähe des Gletschers ganz langsam nach vorn bewegte. Ihre direkte Befürchtung: Stürzen die Erdmassen den schmalen Fjord hinunter, entstehen riesige Monsterwellen.

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Ursache & Folgen

Ihre Berechnungen ergaben, dass die Wellen eine Höhe von mehreren hundert Metern erreichen könnten. Es droht ein Tsunami, der größer ist, als der bisher größte je beobachtete, der 1958 ebenfalls in Alaska losbrach und eine 500 Meter große Welle erzeugte. Im Frühjahr alarmierte Chunli Dai die lokalen Behörden, heißt es in einem Bericht des Spiegel.

Als Ursache für die bevorstehende Katastrophe gelten auch die durch den Klimawandel steigenden Durchschnittstemperaturen, die bewirken, dass der Barry-Gletscher seit Jahren schrumpft, was wiederum die Bewegung der Erdmassen zur Folge hat.

Die Folgen wären fatal, vor allem für die kleinen Ortschaften in der Gegend. Darüber hinaus besuchen sehr viele Touristen die Bucht, die dadurch unmittelbar gefährdet sind.

Verbleibende Zeit

Aktuell wird daran gearbeitet, ein umfassendes Überwachungssystem aufzubauen. Jede Bewegung des Erdhanges soll anhand von Satelliten und Radar beobachtet und dokumentiert werden.

Laut den Behörden ist es sehr wahrscheinlich, dass es in den nächsten 20 Jahren zu einem Mega-Tsunami am Barry-Gletscher kommt.