Tierquälerei Bah: China-Frachter transportiert 6.000 illegal getötete Haie

29.08.2017
Bah: China-Frachter transportiert 6.000 illegal getötete Haie
© iStock / tropicalpixsingapore

Ein chinesischer Frachter wurde vor den Galapagosinseln gestoppt. Was die Behörden an Bord entdeckten, ist an Ekelhaftigkeit kaum zu überbieten.

300 Tonnen toter Fisch, vor allem Hai-Kadaver, stapelten sich bis kurz unters Dach des Frachtraums. Auch bedrohte Arten wie der geschützte Hammerhai, Haibabys und Jungtiere fanden sich darunter. In Asien gelten Haiflossen als Delikatesse.

Die Besatzung des Frachters Fu Yuan Yu Leng 999 zahlt für die Tierquälerei nun einen hohen Preis: Der Kapitän muss für 4 Jahre hinter Gitter, seine 3 Offiziere erhielten jeweils eine Haftstrafe von 3 Jahren und die 16-köpfige Crew kommt mit einem Jahr davon. Die Reederei wurde zu einer Zahlung von 4,9 Millionen Euro an den Galapagos-Nationalpark verdonnert.

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Dass das Schiff überhaupt entdeckt wurde, war dem Zufall geschuldet. Der Meeresschützer Pelayo Salinas meldete sich bei den Behörden, nachdem er bemerkte, dass der Frachter illegal in den Gewässern des Marine-Nationalparks der Galapagosinseln unterwegs war. Dieser wiederum hatte das automatische Ortungssystem aktiviert, was bei unerlaubter Fischerei in der Regel nicht oft vorkommt.

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