Viral-Update

Bären-Mutter und ihr Junges werden erschossen, weil sie auf ein Atom-U-Boot klettern

Sie kommen am hellichten Tag und entern das russische Atom-U-Boot. Die an Bord befindliche Besatzung greift zur Waffe und erschiesst die Eindringlinge.

Braunbärweibchen mit Nachwuchs
Braunbärweibchen mit Nachwuchs (Symbolfoto) Foto: imago images / blickwinkel

Der russische Bär schlägt zu

Man spricht ja gerne vom russischen Bären. Die Russen selber wohl eher nicht so. Als es sich eine Bärenmutter mit ihrem Jungen auf einem im Hafen liegenden Atom-U-Boot gemütlich macht, heisst es jedenfalls "Feuer frei!"

Ein Video zeigt die blutige Tat: Man hört Schüsse und sieht danach, wie die Bärenmutter und ihr Nachwuchs tödlich getroffen über Bord gehen und ins Wasser fallen. Schwer zu ertragen! Jeder, dem Tiere ans Herz gewachsen sind, sollte überlegen, ob er sich diese Aufnahmen antut.

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Die Frage nach dem Motiv

Warum ist das geschehen? Nun, zum einen gibt es sicherlich die Order, das Boot schon allein wegen des Atomreaktors gegen jeglichen unautorisierten Besuch zu schützen.

Zum anderen kann hier allerdings auch nicht ausgeschlossen werden, dass der bärige Besuch ganz trivial als Schießübung genutzt wurde. Eine Gefährdung der Besatzung hat ganz sicher nicht vorgelegen und für den Reaktor hat sich der tierische Besuch auch nicht interessiert.

Tierschützer sind ausser sich

Der Vorfall ereignete sich auf der Kamtschatka-Halbinsel, ganz im Osten Russlands. Dort leben zwar geschätzt bis zu 24.000 Braunbären, unnötig erscheint der Tod der Bärenmutter und ihres Jungen dennoch. Und ganz und gar herzlos.

Das Auftauchen dieses Videos dürfte denn auch ein PR-Debakel für das russische Militär sein. Das verteidigt sich indes: Es habe eine Gefahr für die Bevölkerung bestanden und deshalb mussten die Bären erschossen werden. Tierschützer verurteilen das als Schutzbehauptung und verurteilen den Abschuss.

Aktion ist kein Einzelfall

Offensichtlich kommt es in der Katschatka-Region immer wieder zum Abschuss von Braunbären. Allein im laufenden Jahr sollen bereits 50 Stück erlegt worden sein.

Ob diese alle eine Bedrohung für Menschen in der ohnehin spärlich besiedelten Region darstellten, kann nicht festgestellt werden. Hier das Video des aktuellen Abschusses.