Niemand soll erfrieren Ab sofort: Österreich öffnet Asylunterkünfte für Obdachlose

Tobias | Männersache 02.03.2018
Obdachloser schläft in der Kälte
© iStock / KatarzynaBialasiewicz

Der österreichische Innenminister Herbert Krickl (FPÖ) hat angeordnet, Obdachlose  in Asylunterkünften unterzubringen.

Dabei beruft sich Krickl auf das Sicherheitspolizeigesetz. Bei diesem Gesetz sollen Notfallmaßnahmen ergriffen werden, wenn zum Beispiel Leben oder Gesundheit von Menschen gefährdet sind. Dies ist bei den zurzeit anhaltenden Minustemperaturen der Fall.

Während in Wien in den vergangenen Tagen Tiefstwerte von minus 15 Grad gemessen wurden, sank das Quecksilber in Salzburg sogar auf die minus-25-Grad-Marke. Für Obdachlose, die auf der Straße schlafen, kann das tödlich enden. So starben allein in Polen diesen Winter bereits 58 Menschen.

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Laut RTL wies Krickl an: "Polizistinnen und Polizisten, die eine obdachlose Person sehen, müssen ihr zuerst eine Notschlafstelle im jeweiligen Bundesland nennen. Sind die Notschlafstellen des Bundeslandes belegt, so ist dem Obdachlosen die vorübergehende Versorgung in einer Bundesbetreuungseinrichtung anzubieten. Diese Maßnahme gilt ab sofort und bis auf Widerruf."

In Österreich werden 20 Asylunterkünfte vom Staat betrieben. Diese können ab jetzt auch Obdachlosen einen sicheren Zufluchtsort vor Kälte bieten. Auch in Deutschland wird immer wieder gefordert, dass leer stehende Asylunterkünfte Obdachlosen zur Verfügung gestellt werden. Das wird bislang jedoch von Behörden abgelehnt.

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