Marienkäfer-Invasion Asiatischer Marienkäfer wird zur Plage in Deutschland

16.10.2017

Der Asiatische Marienkäfer breitet sich in Deutschland aus – und wird zur Plage in den Wohnungen. Wieso sind so viele Marienkäfer unterwegs?

Wer momentan durchlüftet, könnte danach auf ein paar neue Mitbewohner stoßen. Erst sieht man einen, dann zwei – und plötzlich überall schwarze und rote Punkte. Marienkäfer machen es sich in unseren Wohnungen gemütlich. Doch woher kommen die Marienkäfer? Und wieso sehen sie so anders aus?

Verschiedene Variationen des Asiatischen Marienkäfers
Verschiedene Färbungen des Asiatischen Marienkäfers © wikimedia/entomart

Wer Marienkäfer eigentlich in roter Farbe mit schwarzen Punkten kennt, wundert sich: Irgendwie gibt es immer mehr, die anders aussehen. Nicht nur, dass die Farbe ihrer Flügel zwischen dunkelrot und gelb variiert, aktuell sieht man immer wieder Käfer, die gänzlich andersherum gefärbt sind. Das liegt daran, dass es sich dabei um Marienkäfer-Einwanderer aus Asien handelt.

In den USA wurde der Asiatische Marienkäfer bereits Anfang des 20. Jahrhunderts zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt. In Europa wurde 2001 das erste freilebende Exemplar in Belgien gefunden. Seitdem haben sie sich rasant vermehrt.

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Seit 2002 wird der Lady-Bug in Massen in Westdeutschland gesichtet und mittlerweile in der gesamten Bundesrepublik. Hier finden die Marienkäfer reichlich Blattläuse und kaum Fressfeinde. Dabei sind sie größer und vermehren sich schneller als die europäischen Verwandten.

Für den Winter haben die gepunkteten Krabbler aus dem Osten eine besondere Strategie entwickelt. Sie bilden Überwinterungsgemeinschaften. Darum findet man sie immer in Massen in Fensterritzen oder auf Balkonen. Gefährlich sind sie nicht.

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