Unerhört ARD will die Rundfunkgebühren erhöhen

Redaktion Männersache 04.01.2018
Die ARD will den Rundfunkbeitrag erhöhen
© ollo

Die ARD hat mit Ulrich Wilhelm einen neuen Chef. Und der will die Rundfunkgebühren erhöhen – sonst gibt es Einschnitte im Programm.

Ulrich Wilhelm droht, das TV-Programm einzuschränken, falls der Rundfunkbeitrag nicht erhört wird. Drei Milliarden Euro würden fehlen, die im Wesentlichen im Programm eingespart werden müssten, sagte der 53-jährige ARD-Chef in einem dpa-Interview.

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Bis 2020 ist der Rundfunkbeitrag auf 17,50 Euro pro Haushalt im Monat festgelegt. Ob der Beitrag danach steigt, ist offen. Die Öffentlich-Rechtlichen verlangen auf jeden Fall eine Erhöhung.

Wilhelm rechtfertigt seine Forderung damit, dass das Erste bereits bei den Sportrechten stark spare müsse. Immer mehr Fußball würde nur noch im Pay-TV gezeigt und sei somit nicht für die Allgemeinheit zugänglich. Dabei sei es das öffentlich-rechtlich Programm, das den Fußball in der Bevölkerung verankere.

"Die Zuschauer wollen gerade die Fußball-Nationalmannschaft bei uns. Der Fußball muss aufpassen, dass er die gesellschaftliche Bindung nicht verliert, wenn er wesentliche Inhalte ins Pay-TV vergibt."

Zudem will der neue ARD-Intendant die Dominanz von Talkshows reduzieren und sich verstärkt auf Themenabende und Dokumentationen konzentrieren. Es sei wichtig zu schauen, welche Themen für die Menschen wichtig seien – und das Programm danach zu richten.

Ulrich Wilhelm ist seit 2011 Intendant des Bayerischen Rundfunks. Zuvor war er Regierungssprecher von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

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