Houston, we've had a problem!

Apollo 13 lässt Metallteile auf bayerische Kleinstadt regnen

Das Apollo-Programm musste unterbrochen werden – es trat ein schwerwiegendes Problem auf. Trotzdem wurden alle Beteiligten wieder ohne Verletzungen auf der Erde abgesetzt. Aus 55 Metern Höhe. In Bergkirchweih, Bayern. Wie bitte?

Kirmes oder Weltraum? Auf jeden Fall Apollo 13!
Kirmes oder Weltraum? Auf jeden Fall Apollo 13! Foto: Facebook/nordbayern.de/NASA

Ja, ungelogen. Und alle Astronauten konnten das Vehikel verlassen. Oder sollen wir sie lieber Fahrgäste nennen?

Fahrgäste des "ersten und einzigen voll thematisierten Giant Boosters der Welt", einer Fahrgeschäfts-Attraktion auf der Kirmes im bayerischen Bergkirchweih, die ihre "Astronauten" mit heftigen 120 km/h in die Lüfte katapultiert.

Aber wie beim NASA-Vehikel ergaben sich jetzt Probleme technischer Natur: Es lösten sich Schrauben und Metallteile und regneten auf andere nichtsahnende Kirmes-Besucher herab.

Oder jedenfalls fast. Gottseidank gingen die abgescherten Geschosse in einem abgesperrten Bereich nieder, sodass es nur zu Beinahe-Treffern kam.

Sofort wurde das Fahrgeschäft gestoppt. Einsteigen durfte niemand mehr, die noch verbliebenen Gäste wurden nacheinander aus dem Fahrgeschäft geholt.

Wie sich dann herausstellte, hatten sich Teile der Abdeckplatte des Motors gelöst und waren herabgeregnet.

Erklären kann sich die Sache niemand, die letzte TÜV-Prüfung war erste Mitte März 2018.

Vielleicht doch sicherheitshalber mal bei der NASA anfragen.