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Sibirien: Krieger-Paar in antikem Grab entdeckt – so waren sie bewaffnet

Archäologen haben in Sibirien ein 2.500 Jahre altes Grab mit den Skeletten und Waffen eines Krieger-Paares entdeckt.

Menschliche Knochen
Menschliche Knochen (Symbolbild) Foto: iStock / tuulimaa

Krieger-Fund in Chakassien

Ein Team von Archäologen des Institute of Archeology and Ethnography of the Siberian Branch of the RAS und OOO Arkhgeoproekt haben auf einer Expedition im sibirischen Chakassien ein Grab gefunden, in dem die Skelette eines antiken Krieger-Paares und die Knochen von dessen Baby sowie Bediensteter lagen.

Die Forscher glauben, dass es sich bei dem Paar um Skythen – Reiternomadenvölker, die in der Bronzezeit zwischen dem 8. und 2. Jahrhundert vor Christus durch die eurasischen Steppen pilgerten – handelt, die zum Zeitpunkt ihres Todes zwischen 35 und 45 Jahre alt waren.

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Antike Waffen

Die Skelette der zwei Frauen und des Mannes befinden sich einem Bericht von Unilad zufolge in sehr gutem Zustand. Die Knochen des Babys waren dagegen im Grab zerstreut, wofür voraussichtlich Nagetiere verantwortlich zeichnen.

Neben den menschlichen Überresten fanden die Archäologen eine Reihe von Waffen, u. a. Streitäxte, Dolche und ein Schild. Zum Teil wurden diese aus Bronze gefertigt.

Tod durch Infektion

Trotz ihrer Einordnung als Krieger wird davon ausgegangen, dass die Skythen nicht im Kampf starben, sondern durch eine Infektion. Es gibt keinerlei Hinweise auf Wunden, die ihnen durch eine kriegerische Auseinandersetzung zugefügt wurden.

Eine Entdeckung wie diese ist äußerst selten, weil viele Gräber geplündert wurden – in dem Wissen, dass Skythen in der Regel mitsamt ihrer wertvollsten Gegenstände begraben wurden.