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News-Update

"Alles viel schlimmer" - Coronavirus-Whistleblower stirbt

Angeblich ist das Coronavirus zwar hochansteckend, aber relativ harmlos. Jetzt ist ein chinesischer Arzt, der eindringlich vor dem Virus gewarnt hat, gestorben. An dem Virus. Will man uns in falsche Sicherheit wiegen?

Der chinesische Arzt Li Wenliang
Der chinesische Arzt Li Wenliang Foto: Li Wenliang

Doch nicht so harmlos?

Der bisherige deutsche Tenor in Sachen Coronavirus: Alles halb so wild. In China steigt zwar die Zahl der Infizierten trotz Absperrung von Millionenstädten exponentiell an und mittlerweile sind auch über 600 Menschen daran gestorben, in Deutschland sieht man aber nach wie vor keinen Grund zu erhöhter Alarmbereitschaft.

Behandelnder Arzt gestorben

Der Arzt Li Wenliang, der in Wuhans Zentralkrankenhaus gearbeitet hat, setzte schon Ende letzten Jahres eine warnende Nachricht an alle seine Kollegen ab, die Gefährlichkeit des neuen Coronavirus‘ betreffend.

Zwar wollte die chinesische Polizei ihn daran hindern, angeblich falsche Nachrichten zu verbreiten, jedoch scheint der Arzt nicht übertrieben zu haben, denn jetzt ist er, trotz aller Bemühungen seiner Berufskollegen, an dem Virus gestorben.

Verharmlosen deutsche Mediziner das Problem?

Das führt unweigerlich zu der Frage, warum deutsche Ärzte nach wie vor von einem relativ harmlosen Erreger sprechen. Er sei zwar hochansteckend, deutlich infektiöser als beispielsweise das Sars-Virus, aber auch deutlich unkritischer, was Krankheitsverlauf und Letalität, also die Wahrscheinlichkeit, an der Erkrankung zu sterben, anbelangt.

Wird die Bevölkerung hierzulande bewusst im Unklaren gelassen, was die Gefährlichkeit des Coronavirus' betrifft?

Natürlich besteht kein Grund, den deutschen Ärzten nicht zu glauben, aber die Frage sei dann eben doch erlaubt: Warum bekommt China trotz rigorosester Maßnahmen das Problem nicht in den Griff? Warum sind bereits hunderte Menschen gestorben?

Besonders gefährdete Personengruppen

Es ist zwar schwierig, verlässliche Informationen aus China zu bekommen, jedoch formt sich aus den wenigen Fakten, die vorliegen, ein gewisses Bild. Es gibt ein Grundmuster bei den verstorbenen Personen, das sich hauptsächlich aus zwei Faktoren zusammensetzt:

  1. Die meisten in China verstorbenen Personen waren 60 Jahre oder älter

  2. Die meisten Toten hatten Vorerkrankungen

Punkt 1 trifft auf Li Wenliang nicht zu, er war 34 Jahre alt, als er starb. Inwiefern der Arzt eventuell gesundheitlich angeschlagen war, kann nicht eruiert werden.