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Alleine gegen die EU: Spahn will Russen-Impfstoff

Ganz ohne europäische Gesamtlösung will Gesundheitsminister Spahn den russischen Impfstoff Sputnik-V für Deutschland einkaufen. Wir haben alle Infos.

Jens Spahn mit FFP2-Maske
Sputnik-Schock: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn pfeift auf die EMA und will den Russen-Impfstoff für Deutschland Foto: Getty Images / MICHAEL KAPPELER

Die EMA scheint Spahn egal zu sein

Noch ist der russische Corona-Impfstoff Sputnik-V nicht von der europäischen Arzneimittelagentur EMA zugelassen. Dennoch soll Jens Spahn bereits Interesse an einer Verhandlung bezüglich des Ankaufs für Deutschland bekundet haben.

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Alleingang ohne Zustimmung der EU-Kommission

Wie "Bild" berichtet und sich dabei auf Informationen beruft, die der Nachrichtenagentur "Reuters" vorliegen, soll Gesundheitsminister Spahn in der Sitzung der EU-Gesundheitsminister erklärt haben, dass er einen bilateralen Vertrag über eine Lieferung des russischen Impfstoffes Sputnik-V für Deutschland anstrebe.

Bislang hatte die EU gemeinschaftlich über Impfstoff-Lieferungen mit den Unternehmen verhandelt. Doch bezüglich Sputnik-V erklärte EU-Kommissar Thierry Breton, dass vorerst keine Verhandlungen im Namen der Europäischen Union angestrebt würden.

Es fehlen noch Daten. Und Vertrauen

Trotzdem hoffe Spahn weiterhin auf die Zulassung der europäischen Arzneimittelbehörde für den Impfstoff aus Russland. Dafür müsse das Unternehmen der EU die notwendigen Unterlagen und Daten vorlegen. Außerdem müsse geklärt werden, wann und in welchem Umfang der Impfstoff nach Europa geliefert werden könne.

Wie es mit dem Impfstoff Sputnik-V weitergeht, bleibt abzuwarten. Wir halten euch auf dem Laufenden.

Dieser Artikel erschien zuerst auf cosmopolitan.de.