Wegbier ade? Neues Alkoholgesetz soll Biertrinken auf der Straße verbieten

13.10.2017
Neues Alkoholverbot will Biertrinken auf der Straße verbieten
© iStock

Auf allen Straßen und Plätzen rund um Kitas und Schulen soll das Trinken von Alkohol verboten werden. Das will die Stadt Köln. Nicht nur die Kölsch-Anhänger sind wütend. Berechtigterweise, denn das Wegbier wäre sonst in der halben Stadt illegal!

In einem Radius von 100 Metern um Kitas und Schulen dürfe, wenn es nach einigen Politikern geht, bald nicht mehr getrunken werden. Durch das Gesetz soll verhindert werden, dass sich Gruppen von Leuten, die Alkohol trinken oder Drogen konsumieren, in der Nähe von Kindern aufhalten.

Doch: Leute, die ein Bier auf offner Straße trinken, sofort in die Kategorie "alkohol- oder drogenabhängig" zu stecken, betrachten viele als kriminalisierend.

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Warum das Alkoholverbot eine Sackgasse ist

"Dieser Weg ist nicht der richtige", sagte Grünen-Politiker Lino Hammer dem WDR. "Die Menschen, die sich abends mit einem Bierchen irgendwo hinsetzen, quasi gleichzusetzen mit denen, die da wirklich randalieren." Der Lokalpolitiker spricht sich gegen ein pauschales Verbot aus.

Zumal es in Köln rund 300 Schulen und 600 Kindergärten gibt. Abends, wenn mit Bier durch die Gegend geschlendert oder sich gemütlich in einen Park gesetzt würde, halten sich auch keine Kindergarten- oder Schulkinder in den Einrichtungen auf. Was nützt dann eine vermeintliche Schutzmaßnahme für Minderjährige?

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Grünen-Politiker Hammer hat das Dilemma in einer Karte veranschaulicht. Dort können die Fans des Wegbiers sehen, wo sie sich überall nicht aufhalten dürften, falls der Vorschlag in Kraft treten sollte. Die blauen Punkte zeigen die Bannmeilen im Zentrum.

Es wird klar: Falls die Stadtratsabstimmung am 17. November das Wegbier verbieten sollte, wäre halb Köln trockene Zone. 

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Selbst der Brüsseler Platz wäre trocken gelegt! Dort tummeln sich im Sommer Tausende mit einer Flasche Bier. Ebenso der Rathenauplatz, Teile des Volks- und Stadtgartens, Zülpicher-, Friesen- und Christophstraße und Teile des Aachener Weihers. Allesamt sind sie beliebte Orte, um im Frühjahr und Sommer zusammen zu kommen und bei einem Bierchen Freunde zu treffen.

Mit dem Wegbier-Verbot wäre Köln wie die schwäbische Provinz und keine Großstadt, argumentierte Hammer.

Inzwischen hoffen viele Unterstützer des Wegbieres, dass diese Idee nicht in ihren Städten Schule macht. 

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