Viral-Update

Influencerin kratzt ihren Namen in Weltkulturerbe

Der Job eines Influencers ist es, sich möglichst prominent in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Dabei scheint es mittlerweile keine moralischen Grenzen mehr zu geben.

Die Durdle Door in Dorset
Die Durdle Door in Dorset Foto: iStock / Blackbeck

Talentfrei, aber mediengeil

InfluencerInnen scheinen die IT-Girls des Smartphone-Zeitalters zu sein. Ganz normale Menschen ohne größere Talente und zumeist auch nicht durch übermäßige zerebrale Fähigkeiten auffallend, haben dennoch eine treue Digital-Folgschaft, oft im Bereich mehrerer Millionen.

In solche Bereiche möchte Alexandra Milam auch vorstoßen. Wer? Ja, genau. Niemand kennt sie. Das Schlimmste für InfluencerInnen. Also versucht sie, durch ein weiteres Foto-Shooting auf sich aufmerksam zu machen. Das hat nun auch geklappt, allerdings anders als ursprünglich vorgesehen.

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Die Dorset Durdle Door

Die Durdle Door in Dorset, England, gehört zur sogenannten Jurassic Coast und ist eine natürlich Steinbrücke, die jährlich hunderttausende Touristen anzieht.

Auch für diverse Film- und Videodrehs diente sie schon als Kulisse. Ganz nebenbei steht sie offiziell auf der UNESCO-Weltnaturerbeliste.

Instagram-Adresse hinterlassen

Auch Alexandra Milam hat dieses Fotomotiv wohl ihrer Zwecke als würdig empfunden und machte einige Aufnahmen von sich vor der spektakulären Kulisse.

Dabei blieb es allerdings nicht, wie der Express berichtet. Weil ihre Instagram-Karriere nicht so richtig starten will, dachte sich die junge Engländerin, es sei eine gute Idee, hier, an der Küste, die Adresse ihres Netzauftrittes in das UNESCO-geschützte Weltnaturerbe zu meisseln. Gesagt, getan. Ein Fehler, wie sich herausstellen sollte.

Beweismittel online gestellt

Fairerweise sei an dieser Stelle erwähnt, dass schon unzählige andere Idioten die gleiche Sünde begangen und ihre persönlichen Nichtigkeiten im Stein hinterlassen haben. Das Macht Milams Faux pas natürlich nicht besser. Im Gegenteil.

Denn während andere Rowdys sich im Schutze der Anonymisierung nach ihrer schändlichen Tat vor Ort wieder verkrümelten, sozusagen unerkannt entkommen konnten, musste die junge Frau ihr "Kunstwerk" natürlich der sehr überschaubaren Zahl an Followern präsentieren. Im Netz. Auf Instagram.

Reumütiger Rückzug

Der Post ist mittlerweile wieder gelöscht, aber der Shitstorm hält an. Immerhin: Milam hat offensichtlich kapiert, wie hohl ihre Aktion war und zeigt sich in Folgeposts entsprechend zerknirscht und geläutert:

„Ich fühle mich scheußlich wegen dieses schrecklichen Ereignisses in meinem Leben und möchte mein tiefes Bedauern über den Schaden ausdrücken, den mein geschriebener Name an der Juraküste verursacht hat“
Alexandra Milam, Influencerin

Im weiteren erklärt sie außerdem:

„Ich habe eine große Lektion gelernt, die mich für immer prägen wird!“
Alexandra Milam, Influencerin

Werbung ist Werbung ist Werbung!

Und, ist jetzt alles wieder gut? Wer weiß. Vielleicht sogar mehr als das, denn wie heißt es so schön: Lieber schlechte Werbung als gar keine. Mittlerweile hat Milam immerhin 12.500 Follower auf ihrem Account.

Eine Kardashian ist sie damit noch nicht. Dafür müsste sie sich wohl noch ein Hinterteil von der Größe der Dorseter Durdle Door zulegen. Kann ja noch kommen. Alles für den Ruhm!