Jetzt auch in Deutschland Aktion für Obdachlose: Schals an Bäumen

15.11.2017
Aktion für Obdachlose: Schals an Bäumen
© Facebook / Kanal The Shelby Star

Die Idee stammt ursprünglich aus Kanada, nun startet sie auch hierzulande: Um Obdachlosen in den kalten Wintermonaten Wärme zu spenden, werden Schals an Bäumen und Laternen aufgehängt.

Der Trend nennt sich "scarf-bombing" und wurde im kanadischen Ottawa geboren: Bei zweistelligen Minustemperaturen band eine unbekannte Person 2014 selbst gestrickte Schals an eine Kriegshelden-Statue inklusive dem Hinweis: "Ich bin verloren gegangen! Wenn du in der Kälte gefangen bist, nimm mich mit!"

Kurze Zeit später kam es in den USA zu Nachahmaktionen. In den Bundesstaaten Ohio und Pennsylvania gründeten sich Gruppen, die unter dem Motto "Wrap up!" Schals und Mützen an öffentlichen Plätzen platzierten. Einige hundert Kleidungsstücke hingen in den vergangenen Wintern an Bäumen und Laternen.

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In den letzten Jahren schwappte die Idee dann nach Europa über, zunächst nach Großbritannien. Nun wagt die RTL-Reporterin Caroline Gall in München den Deutschland-Start der Aktion. Allein dort leben etwa 7.500 Menschen auf der Straße, deutschlandweit sind es rund 860.000.

Gerade in der kalten Jahreszeit sind die Obdachlosen auf die Hilfe von Wohlfahrtsverbänden angewiesen, deren Helfer heiße Getränke und Suppe zur Verfügung stellen. Zudem begeben sich einige nachts auf "Kältestreife", um Wohnungslose vor dem Erfrieren zu bewahren.

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