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Aids-Heilung: Weltweit zweiter Patient virenfrei

Die Autoren einer aktuellen Studie sprechen von einer Heilung, was sie sonst so gut wie nie tun.

Röhrchen mit Blutprobe auf HIV-Test
Die Auswertung von Langzeitdaten lassen die These zu, dass ein HIV-Patient geheilt wurde. iStock / Gam1983

Auswertung von Langzeitdaten

Der sogenannten "Londoner Patient" hatte eine spezielle Stammzellspende erhalten, heißt es in einem Bericht von Zeit Online. Dabei handelt es sich um eine Hochrisikobehandlung, die für die meisten HIV-Patientinnen und -Patienten nicht infrage kommt.

Nun liegen die Daten zweieinhalb Jahre nach Beendigung der Therapie vor, und beim Londoner Patienten konnte kein funktionierendes HI-Virus nachgewiesen werden. Eine Forschergruppe um den Mediziner Ravindra Gupta schlägt in der Fachzeitschrift "The Lancet HIV" deshalb vor, von einer Heilung zu sprechen.

Weltweit zweiter Heilungsfall

Damit wäre der Londoner Patient der weltweit erst zweite Fall, in dem das passiert. Nummer eins ist der "Berliner Patient", Timothy Brown, der seit 2011 als geheilt gilt. Eine vollständige Heilung von Aids ist bis heute jedoch grundsätzlich nicht möglich, allerdings kann der Erreger eingedämmt und ein Ausbruch deshalb langfristig verhindert werden.

Kritische Stimmen

Die Ansicht, in diesem Fall von einer Heilung zu sprechen, wird nicht von allen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern geteilt. Sharon Lewin und Jennifer Zerbato von der University of Melbourne in Australien z. B. machen sich in einem Kommentar dafür stark, eher von "kein intaktes Virus" als von "kein nachweisbares Virus" zu sprechen.

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